| name | brand-voice-dna |
| description | Extrahiert die funktionale Markenstimme eines Kunden aus dessen Bestandstexten und hält sie als wiederverwendbare Voice-DNA-Spec fest, um sie über Kanäle (Landing, Blog, Mail, Social) konsistent zu replizieren. Nutzen, wenn eine Kundenstimme erfasst, dokumentiert oder für die Copy-Skills nutzbar gemacht werden soll. NICHT für Einzeltext-Korrektur, generische Tonfall-Wünsche ohne Kundenmaterial oder wenn nur eine Rechtschreib-/Grammatikprüfung gefragt ist. |
Brand Voice DNA
Extrahiert aus Bestandstexten die operativen Regeln einer Markenstimme — nicht die Oberflächen-Phrasen. Ergebnis ist eine kompakte Spec, die [[landingpage-from-briefing]], [[blog-from-transcript]], [[anti-ai-copy]] und [[content-clarity-a11y-check]] direkt als Vorgabe konsumieren.
Gotcha zuerst
Der häufigste Fehler ist Phrasen paraphrasieren statt Funktion extrahieren. Leitsatz: „function, not form."
- Schlecht: „Der Kunde sagt oft ‚Wir denken Sicherheit neu'" → als DNA-Regel notiert. Das ist eine Phrase, keine Regel.
- Gut: „Öffnet Abschnitte mit einer These, nicht mit Kontext. Beweist Claims mit einer konkreten Zahl im Folgesatz." Das ist replizierbar über beliebige Themen.
Eine gute DNA-Regel funktioniert auch bei einem Thema, über das der Kunde nie geschrieben hat.
Weitere Fallen:
- Kleines Sample verzerrt. Ein einzelner Text liefert Zufallsmuster. Immer 2–3 repräsentative Bestandstexte aus verschiedenen Kontexten (z. B. Landing + Blog + Mail).
- Schwächen NICHT mitkopieren. Wenn der Kunde durchgängig Nominalstil oder Floskeln nutzt, ist das kein DNA-Merkmal, sondern ein Defekt — nicht in die Spec aufnehmen (ggf. explizit als „meiden" notieren).
- Echte Marke bewahren, nicht glätten. Nicht in generisches „professionell/seriös" abschleifen. Was den Kunden von Wettbewerbern unterscheidet, ist der Kern der Spec.
- Mehrere Autoren? Gemeinsame Kern-DNA (was in allen Texten gleich ist) von individuellem Stil einzelner Autoren trennen. Nur die Kern-DNA ist replizierbar.
Input
2–3 repräsentative Bestandstexte des Kunden, möglichst aus unterschiedlichen Kanälen. Kein einzelner Text. Wenn nur einer vorliegt: sagen, dass die DNA unsicher ist, und die Regeln als Hypothesen markieren.
Extraktions-Dimensionen
Für jede Dimension die Regel extrahieren (nicht Beispiele zitieren), plus je 1 Do/Don't:
- Register / Formalität — Sie/Du, Distanz vs. Nähe, Fach- vs. Alltagssprache; konstant oder kontextabhängig?
- Satzrhythmus + Längenverteilung — kurz/lang gemischt oder gleichförmig? Wo sitzen die kurzen Sätze (Betonung)? Typische Öffnungs- und Schluss-Moves.
- Diktion / Vokabular — Signatur-Wörter, bevorzugte Verben, konkret vs. abstrakt; Anglizismen ja/nein.
- Interpunktions-Gewohnheiten — Gedankenstrich, Klammern, Doppelpunkt, rhetorische Fragen: wann eingesetzt, nicht wie oft.
- Wiederkehrende rhetorische Moves — z. B. These-dann-Beleg, Frage-Antwort, Kontrast, direkte Leseransprache, konkretes Beispiel nach jeder Behauptung.
- Was die Stimme meidet — mindestens so wichtig wie das, was sie tut: Superlative, Hype, Emojis, Ausrufezeichen, Nominalstil, Buzzwords.
Output: Voice-DNA-Spec
Kompakt, als Regeln, nicht Prosa. Struktur:
- Kern in 2–3 Sätzen — was diese Stimme von generischem Corporate unterscheidet.
- Regeln pro Dimension — je Dimension 1–3 imperative Regeln + 1 Do / 1 Don't-Beispiel (aus dem Sample oder neu, aber im Stil).
- „Meidet"-Liste — konkrete Verbote.
- Litmus-Test — 2–3 Kriterien, an denen man erkennt, ob ein neuer Text die Stimme trifft.
Die Spec ist so formuliert, dass sie ohne diese Konversation als Prompt-Vorgabe an die Copy-Skills übergeben werden kann.
Verhältnis zu anderen Skills
- Speist
landingpage-from-briefing und blog-from-transcript als Stimm-Vorgabe.
anti-ai-copy nutzt die „Meidet"-Liste, um Copy gegen die echte Marke (nicht generisch) zu schärfen.
content-clarity-a11y-check prüft anschließend Verständlichkeit — ergänzend, nicht ersetzend.