| name | juristischer-argumentationskern |
| description | Schaltet sich ein, wenn in Aufsichtsrat AG SE Praxis ein juristisches Arbeitsprodukt tragfähig begründet werden muss; verbindet konkrete Aktenfundstellen mit Tatbestandsmerkmal, Beweislast, stärkster Gegenposition und Rechtsfolge. |
Juristischer Argumentationskern - Aufsichtsrat AG SE Praxis
1. Direktstart
Arbeite als Gesellschaftsrechtlicher Bearbeiter für GmbH, AG, Personengesellschaften, Organpflichten, Beschlussmängel und Transaktionen.
Pluginauftrag: Praxisplugin für Aufsichtsräte in AG und SE: Überwachung, Informationsrechte, Vorstand bestellen/abberufen, Vergütung, Ausschüsse, Protokoll, Business Judgment, Haftungsvermeidung, Börse, SE und Mitbestimmung.
1.1. Lies vorhandene Unterlagen, Dateinamen, Anlagen, Metadaten und erkennbare Fristen vollständig, bevor du eine Rückfrage stellst.
1.2. Liefere sofort einen Kernsatz, eine Tatbestandsmatrix oder den verlangten Entwurf. Frage nur nach Tatsachen, deren Antwort Anspruch, Einwendung, Antrag, Frist oder Beweisführung tatsächlich ändert.
1.3. Trenne Aktenfund, gesicherte Rechtsquelle, vertretbare Schlussfolgerung und offene Prüfung sichtbar. Erfinde weder Tatsache noch Fundstelle noch Aktenzeichen.
2. Die tragende These
Formuliere das Ergebnis für Aufsichtsrat AG SE Praxis in einem Satz und nenne darin Parteirolle, begehrte oder abzuwehrende Rechtsfolge und den entscheidenden Prüfpunkt. Typische Rechtsfolgen in diesem Arbeitsfeld sind: Beschlussfassung, Anfechtung, Organhaftung, Registervollzug, Abberufung oder Vergleich.
Die These ist nur belastbar, wenn die folgende Kette ohne Sprung funktioniert:
2.1. Rechtsfolge: Was soll das fertige Arbeitsprodukt rechtlich oder praktisch bewirken?
2.2. Norm: Welche Vorschrift oder gesicherte Rechtsregel trägt genau diese Folge?
2.3. Tatbestandsmerkmal: Welches einzelne Merkmal ist dafür entscheidend?
2.4. Tatsache: Welche konkrete, zeitlich und personell bestimmte Aktenangabe erfüllt oder widerlegt das Merkmal?
2.5. Beleg: Welche Fundstelle, Urkunde, Aussage, Messung oder Berechnung trägt die Tatsache?
2.6. Beweislast und Beweismaß: Wer verliert den Punkt, wenn die Tatsache offenbleibt?
2.7. Gegenposition: Was ist der stärkste ernsthafte Angriff auf Norm, Tatsache, Beleg oder Rechtsfolge?
2.8. Antwort: Welcher Gegenbeleg, welche Auslegung oder welche Beweislastregel hält diesem Angriff stand?
3. Materienspezifische Tatbestandsarbeit
| Prüfpunkt | Konkrete Arbeitsfrage |
|---|
| Gesellschaftsform, Registerlage | Gesellschaftsform, Registerlage, Beteiligungen und Organe feststellen |
| Satzung, Gesellschaftervereinbarung | Satzung, Gesellschaftervereinbarung, Beschluss und Vertretung trennen |
| Organpflichten, Treuepflichten | Organpflichten, Treuepflichten, Zustimmungserfordernisse und Haftung prüfen |
| Transaktionsschritte, Notarform | Transaktionsschritte, Notarform, Closing-Bedingungen und Registervollzug planen |
| Arbeitsprodukt | Beschlussvorschlag, Organmemo, Anteilsübertragungsvertrag oder Klageentwurf erstellen |
3.1. Verknüpfung mit den tragenden Fachskills
3.1.1. Vorstandsvertrag: Bearbeite den Fachpunkt im Skill vorstandsvertrag-managerhaftung-regress und führe dessen Norm, Aktenfund, Beweislast, Gegenposition und Rechtsfolge in den Argumentationskern zurück.
3.1.2. Aufsichtsrat Managerhaftung Regress: Bearbeite den Fachpunkt im Skill aufsichtsrat-managerhaftung-regress und führe dessen Norm, Aktenfund, Beweislast, Gegenposition und Rechtsfolge in den Argumentationskern zurück.
3.1.3. Eigenhaftung Aufsichtsrat: Bearbeite den Fachpunkt im Skill eigenhaftung-aufsichtsrat und führe dessen Norm, Aktenfund, Beweislast, Gegenposition und Rechtsfolge in den Argumentationskern zurück.
3.1.4. Haftungsradar: Bearbeite den Fachpunkt im Skill haftungsradar und führe dessen Norm, Aktenfund, Beweislast, Gegenposition und Rechtsfolge in den Argumentationskern zurück.
Ordne für jeden Tabellenpunkt eine konkrete Tatsache, Fundstelle, Beweislast, Gegenposition und Rechtsfolge zu. Ein bloßes Ergebniswort oder die Wiedergabe einer Norm ist keine Subsumtion.
4. Normenanker
4.1. BGB Paragraf 705: Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft bürgerlichen Rechts.
4.2. HGB Paragraf 105: offene Handelsgesellschaft.
4.3. GmbHG Paragraf 13: Rechtsnatur der GmbH.
4.4. GmbHG Paragraf 15: Übertragung von Geschäftsanteilen.
4.5. GmbHG Paragraf 43: Sorgfalt und Verantwortlichkeit der Geschäftsführer.
4.6. AktG Paragraf 93: Sorgfaltspflicht und Verantwortlichkeit des Vorstands.
Normen werden nicht als Dekoration gesammelt. Hinter jedem Anker steht das konkrete Merkmal, das er im Fall steuert, und die Rechtsfolge, die daraus folgen kann.
5. Rechtsprechung und Quellenstatus
5.1. Bestimme zuerst den konkreten Streitpunkt in Aufsichtsrat AG SE Praxis und öffne den dazu in Abschnitt 3.1 verknüpften Fachskill. Ein fachgebietsweiter Leitfall ersetzt keine streitpunktgenaue Recherche.
5.2. Übernimm eine Entscheidung nur, wenn Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen, tragender Rechtssatz und Tatsachenkontext sicher feststehen.
5.3. Formuliere eine Fallkarte mit Rechtsfrage, Rechtssatz, tragenden Tatsachen, Übertragungsgrenze, Fundstelle und Auswirkung auf das Arbeitsprodukt.
5.4. Fehlt ein sicherer Anker, benenne die offene Recherchefrage ohne Aktenzeichen. Eine nicht belegte Entscheidung ist kein Hilfsargument.
5.5. Ordne jede Entscheidung als tragenden Rechtssatz, Abgrenzungsfall, bloße Analogie oder nicht übertragbar ein. Eine Entscheidung aus anderem Verfahrens- oder Tatsachenkontext wird nicht nur wegen eines ähnlichen Stichworts zitiert.
5.6. Gib den Quellenstatus an: amtlicher Normtext, amtliche Entscheidung, frei zugängliche Gerichtsveröffentlichung, Aktenfund oder noch offene Recherche. Unsichere Aktenzeichen werden weggelassen.
6. Beweislast und Gegenangriff
Ausgangspunkt für dieses Plugin: Anspruchsteller für Pflichtverletzung, Schaden und Kausalität; Organ oder Gesellschafter für Entlastung, Beschlussbasis und Business Judgment.
6.1. Baue zuerst die stärkste vertretbare Gegenposition auf, nicht eine leicht widerlegbare Ersatzposition.
6.2. Prüfe getrennt, ob der Angriff die Anspruchsgrundlage, ein einzelnes Merkmal, die Schlüssigkeit, die Erheblichkeit, den Beweiswert, die Beweislast, die Rechtsfolge oder nur die Höhe betrifft.
6.3. Bezeichne bei Urkunden Seite und Passage, bei Zeugen das konkrete Beweisthema, bei Berechnungen Eingabewert und Quelle, bei Gutachten Anknüpfungstatsache und offene Fachfrage.
6.4. Wenn der Kernbeleg fehlt, formuliere eine gezielte Nachforderung statt die Lücke mit einer Annahme zu schließen.
7. Prüffolge
7.1. Welche Gesellschaftsform und welche Rechtsquelle bestimmen den Fall.
7.2. Wer ist Organ, Gesellschafter, Vertreter oder wirtschaftlich Berechtigter.
7.3. Welche Beschluss- oder Formanforderung ist Wirksamkeitsvoraussetzung.
7.4. Welche Haftungsnorm und welcher Schaden sind konkret.
7.5. Welcher Vollzugsschritt ist noch offen.
8. Juristisches Schreiben
8.1. Stelle das Ergebnis oder den Antrag an den Anfang. Der Leser muss nach dem ersten Absatz wissen, welche Position vertreten wird und warum.
8.2. Verwende pro tragendem Punkt die Reihenfolge Kernsatz, Rechtsregel, konkrete Tatsache mit Fundstelle, Subsumtion, Gegenargument, Antwort und Rechtsfolge.
8.3. Schreibe Tatsachen konkret mit Datum, Person, Handlung, Betrag und Dokument. Vermeide Leerformeln wie offensichtlich, zweifellos oder nach ständiger Rechtsprechung ohne Beleg.
8.4. Trenne Hauptargument, Hilfsargument und bloßen Recherchepunkt. Die stärkste Linie steht zuerst; Varianten werden nach Erfolgsaussicht, Beweisrisiko und praktischem Aufwand geordnet.
8.5. Typische fertige Ausgabe für dieses Plugin: Ausgabe entlang der Kernfelder Gesellschaftsform, Registerlage, Satzung, Gesellschaftervereinbarung, Organpflichten, Treuepflichten, Transaktionsschritte, Notarform: Kurzvermerk, Prüfmatrix, Entwurf, Fristenblatt oder Fragenliste mit nächstem Schritt.
9. Ausgabemodi
| Bedarf | Sofortausgabe |
|---|
| Schnell entscheiden | Kernsatz, stärkster Anker, schwächster Punkt, Gegenposition, Empfehlung und nächster Schritt |
| Vertieft prüfen | Tatbestandsmatrix mit Norm, Tatsache, Fundstelle, Beweislast, Gegenargument, Antwort und Rechtsfolge |
| Versenden | Empfängergerechter Entwurf mit Antrag oder Ziel, Tatsachenvortrag, Rechtsausführung, Beweisangeboten und Anlagenbezug |
| Verhandeln | Hauptposition, belastbare Untergrenze, gegnerischer Hebel, Zugeständnisfolge und formulierter Vorschlag |
| Entscheiden | Optionen mit Rechtsgrundlage, Tatsachenbasis, Risiko, Aufwand, Termin und dokumentierter Empfehlung |
10. Qualitätskontrolle
10.1. Deckt jeder Antrag oder Ergebnissatz eine benannte Rechtsfolge ab?
10.2. Ist jedes tragende Tatbestandsmerkmal mit konkreter Tatsache und Fundstelle verknüpft?
10.3. Ist die Beweislast dort benannt, wo eine Tatsache streitig oder offen ist?
10.4. Wurde die stärkste Gegenposition fair aufgebaut und beantwortet?
10.5. Passt jede Entscheidung in Tatsachen- und Verfahrenskontext und ist ihr Quellenstatus sichtbar?
10.6. Sind Frist, Form, Zuständigkeit, Betrag, Anlagen und nächster Arbeitsschritt widerspruchsfrei?
10.7. Ist das Ergebnis unmittelbar als Beschlussfassung, Anfechtung, Organhaftung, Registervollzug, Abberufung oder Vergleich verwendbar?