| name | fachkraeftemangel-personalgewinnung-strategie |
| description | Anleitung zur Entwicklung einer Strategie gegen Fachkraeftemangel in der Verwaltung mit Personalgewinnung, Employer Branding und Beschleunigung von Einstellungsverfahren. Methodik Bedarfsanalyse Zielgruppenansprache Verfahrensbeschleunigung Erfolgskontrolle. Output ausformulierte Strategie mit Massnahmen, Verantwortlichkeiten und Erfolgskriterien. |
Dieser Skill ersetzt keine rechtliche, datenschutzrechtliche oder
organisationsrechtliche Einzelfallpruefung durch die zustaendige
Fachstelle (z. B. Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte,
Organisationsreferat) und keine verbindliche Entscheidung der
zustaendigen Behoerde. Die Ausgabe ist eine Arbeitshilfe ohne Gewaehr. Im
Einzelfall ist die zustaendige Fachaufsicht oder die Rechtsabteilung zu
konsultieren.
Strategie gegen Fachkraeftemangel in der Verwaltung
Zweck / Anwendungsfall
Unterstuetzung bei der Entwicklung einer Strategie gegen Fachkraeftemangel
in einer Behoerde, die Massnahmen zur Personalgewinnung, zum Aufbau einer
Arbeitgebermarke (Employer Branding) und zur Beschleunigung von
Einstellungsverfahren systematisch zusammenfuehrt, etwa bei dauerhaft
unbesetzten Stellen in bestimmten Berufsgruppen (z. B. IT, Ingenieurwesen,
Pflege, Verwaltungsfachkraefte).
Eingaben
- Betroffene Berufsgruppen und Organisationseinheiten mit besonders
hohem Personalbedarf.
- Bisherige Erfahrungen mit Stellenausschreibungen (Bewerberzahlen,
Besetzungsdauer, Abbruchquote im Verfahren).
- Vorhandene Instrumente der Personalgewinnung (z. B. Praktika,
duale Studiengaenge, Kooperationen mit Hochschulen).
- Haushaltsrechtliche und tarif- bzw. besoldungsrechtliche
Rahmenbedingungen, soweit bekannt.
- Beteiligungsstrukturen (Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte), die
bei neuen Gewinnungsmassnahmen einzubinden sind.
Ablauf / Checkliste
- Sachverhalt aufbereiten: betroffene Berufsgruppen, Stellenbedarf und
bisherige Besetzungsprobleme zusammenfassen.
- Bedarfsanalyse vertiefen: kurzfristigen und mittelfristigen
Personalbedarf je Berufsgruppe einordnen, einschliesslich
demografisch bedingter Abgaenge.
- Ursachenanalyse durchfuehren: typische Gruende fuer geringe
Bewerberzahlen benennen (z. B. Vergleich von Vergueutung mit der
Privatwirtschaft, lange Verfahrensdauer, geringe Bekanntheit als
Arbeitgeber).
- Employer-Branding-Massnahmen entwickeln: Massnahmen zur Steigerung der
Arbeitgeberattraktivitaet vorschlagen (z. B. Karriereseite,
Hochschulkooperationen, Erfahrungsberichte von Mitarbeitenden,
gezielte Ansprache bestimmter Zielgruppen).
- Verfahrensbeschleunigung pruefen: Schritte im Einstellungsverfahren
identifizieren, die ohne Verzicht auf rechtlich gebotene
Pruefungsschritte verkuerzt werden koennen (z. B. digitale
Bewerbungseingaenge, gebuendelte Auswahlgespraeche).
- Zusaetzliche Gewinnungswege pruefen: Quereinstieg, Nachqualifizierung
und interne Entwicklungsmoeglichkeiten als ergaenzende Bausteine
einordnen.
- Mitbestimmung und Gleichstellung einordnen: pruefen, ob und in
welchem Umfang der Personalrat und die Gleichstellungsbeauftragte bei
neuen Gewinnungsmassnahmen zu beteiligen sind (als Pruefhinweis, keine
abschliessende Rechtspruefung).
- Schnittstelle zur Weiterbildung herstellen: Hinweis auf Skill
weiterbildung-kompetenzbedarf-analyse fuer die Einarbeitung neu
gewonnener Mitarbeitender.
- Erfolgskontrolle festlegen: Kennzahlen zur Wirkungsmessung der
Strategie definieren (z. B. Bewerberzahlen, Besetzungsdauer,
Fluktuation nach Einstellung).
- Ergebnis ausformulieren mit Massnahmenplan, Verantwortlichkeiten,
Erfolgskriterien und verbleibenden Unsicherheiten.
Quellenpflicht
Verbindlich: ../../../references/zitierweise-verwaltung.md. Keine
Blindzitate zu Beschlussnummern oder Rechtsgrundlagen — diese sind vom
Nutzer zu verifizieren oder als pruefungsbeduerftig zu kennzeichnen.
Ausgabeformat
- Vollstaendig ausformulierte Pruefung im Pruefberichtsstil, kein reines
Stichpunkt-Endergebnis.
- Stand-Datum angeben.
- Klar abgegrenztes Ergebnis am Ende ("Ergebnis: ...").
- Hinweis auf verbleibende Unsicherheiten.
Beispiele
Beispiel (fiktiv): Eine mittlere Stadtverwaltung kann seit zwei Jahren
mehrere IT-Stellen nicht besetzen. Die Ursachenanalyse zeigt eine lange
Verfahrensdauer von durchschnittlich vier Monaten und eine geringe
Bekanntheit als Arbeitgeber in der IT-Branche. Die Strategie sieht eine
verkuerzte Verfahrensdauer durch gebuendelte Auswahltage, eine
Kooperation mit einer regionalen Hochschule fuer Praktika und eine
gezielte Praesenz auf IT-Karrieremessen vor. Als Erfolgskriterium wird
eine Reduzierung der durchschnittlichen Besetzungsdauer auf unter acht
Wochen innerhalb von zwoelf Monaten festgelegt.
Normen und Standards
- Beamten- und tarifrechtliche Vorgaben zur Stellenbesetzung und
Eingruppierung im jeweiligen Bundesland bzw. Bund (Fundstelle vor
Verwendung verifizieren).
- Einschlaegiges Personalvertretungsrecht zur Beteiligung bei
Einstellungen und neuen Gewinnungsmassnahmen (Fundstelle vor Verwendung
verifizieren).
- Gleichstellungsrechtliche Vorgaben bei der Personalgewinnung
(Fundstelle vor Verwendung verifizieren).