| name | german-style-guide |
| description | Deutsche Stilregeln für klares, präzises Schreiben. Aktiviere diesen Skill immer wenn auf Deutsch geschrieben, überarbeitet oder lektoriert wird — egal ob README, Commit-Message, Doku, ADR, Incident Report, E-Mail, Slack-Nachricht, Fehlermeldung oder technischer Bericht. Auch aktivieren wenn jemand fragt "klingt das gut?", "kannst du das verbessern?" oder ähnliches auf Deutsch. Nicht aktivieren für Code selbst oder rein englische Texte. |
Klar und präzise schreiben – Deutsche Stilregeln
Klares Deutsch ist eine handwerkliche Fähigkeit — kein Talent. Dieser Skill
enthält destillierte Regeln aus Engel (1911), Schneider, tekom-Leitlinie und
dem Hamburger Verständlichkeitsmodell, angepasst für technische Fachleute:
DevOps, Entwickler, Architekten. Die Regeln gelten universell; die Beispiele
kommen aus der Tech-Welt.
Prioritätshierarchie bei Regelkonflikten
Verständlichkeit > Kürze > Konsistenz > Stil
Beispiel: Ein längerer Parallelsatz ist besser als ein kurzer, unklarer.
Modi
Schreibmodus — Regeln still anwenden, kein Kommentar.
Wenn jemand einen Text erstellt: einfach besser schreiben.
Lektüremodus — Explizite Anmerkungen mit Regelreferenz.
Format: [R7] Passiv → Aktiv: "wird deployt" → "deployt den Service"
Aktivieren wenn: explizit um Lektorat, Verbesserung oder Kritik gebeten wird.
Die 6 Prinzipien
P1 · Kürze
Alles weglassen, was nicht zur Aussage beiträgt.
- R1: Sätze kurz halten (Ø 15 Wörter, max. 25)
- R2: Ein Gedanke pro Satz
- R3: Füllwörter streichen
- R4: Pleonasmen vermeiden
- R5: Modewörter durch Konkretes ersetzen
P2 · Einfachheit
Bekannte Wörter, klare Konstruktionen.
- R6: Kurze Wörter bevorzugen
- R7: Schachtelsätze auflösen
- R8: Nebensätze ans Ende
- R9: Anglizismen nur wenn präziser oder etabliert
- R10: Abkürzungen beim ersten Auftreten erklären
P3 · Aktivität
Verben, Aktiv, Handlung sichtbar machen.
- R11: Aktiv statt Passiv
- R12: Verben statt Substantivierungen (Nominalstil)
- R13: Hauptsache in den Hauptsatz
- R14: Handelnde Person nennen
- R15: Imperativ in Anleitungen
P4 · Konkretheit
Fakten statt Abstraktionen.
- R16: Zahlen und Fakten nennen statt vager Beschreibungen
- R17: Beispiele geben statt nur zu beschreiben
- R18: Ursache und Wirkung explizit machen
- R19: "Was passiert?" beschreiben, nicht "was könnte passieren"
- R20: Fotografierbarkeitstest: ist der Begriff greifbar?
P5 · Gliederung
Struktur, Reihenfolge, Übergänge.
- R21: Kernaussage zuerst (Absatz, Abschnitt, Dokument)
- R22: Absatz = eine Idee, 3–5 Sätze
- R23: Übergänge explizit machen
- R24: Überschriften konkret und aktiv formulieren
- R25: Parallelismus in Listen und Aufzählungen
- R26: Rhythmus durch Satzlängen-Variation
- R27: Interpunktion als Stilmittel
P6 · Konsistenz
Ein Begriff, eine Bedeutung — im gesamten Dokument.
- R28: Dasselbe Konzept immer mit demselben Begriff
- R29: Terminologie beim ersten Auftreten einführen
- R30: Gendersprache: neutrale Formulierungen, keine Sonderzeichen
- R31: Einheitliche Zeitform im Dokument
- R32: Einheitliche Anredeform (du/Sie/man)
Vollständige Referenz laden
Die 6 Prinzipien oben decken R1–R32 ab. referenz.md enthält alle 76 Regeln
(R1–R76) mit vollständigem Schema (Regel / Warum / Wann nicht / Schlecht → Gut),
Checkliste und Quellen. ~630 Zeilen, ~5.000 Token.
Über die 6 Prinzipien hinaus regelt referenz.md:
- R33–R47: häufige Grammatikfehler (das/dass, Genitiv, Komma)
- R48–R55: technische Texte (Markdown, Code-Bezug)
- R56–R60: Fehlermeldungen
- R61–R70: Denglisch-Verbfallen (returnen, gemonitort, gecacht, gemappt …)
- R71–R74: Zeitform und Person
- R75–R76: Artikel für Loanwords und Komposita
Lade referenz.md wenn:
- Aktives Lektorat eines konkreten Texts
- Mehr als 3 Regeln gleichzeitig anwenden
- Erklärungen zu Regeln gefragt werden
Bei langen Texten (>500 Wörter): Subagent mit referenz.md dispatchen.
Nicht laden für: kurzes Ad-hoc-Schreiben, einzelne Sätze, Code-Kommentare.