| name | conversation-retrospective |
| description | Prüft eine oder mehrere vergangene Sessions auf wiederkehrende Reibung und Korrekturen und wandelt jedes Muster in eine konkrete System-Verbesserung (neuer/erweiterter Skill, Memory-Eintrag, Guardrail). Nutzen für Retrospektiven ("was lief schief", "welche Skills fehlen", "Loop straffen", "System smarter machen"). NICHT für inhaltliche Zusammenfassungen einer Session oder einmalige Task-Komplexität. |
Conversation Retrospective
Reflexions-Loop, der die Skill-Sammlung SELBST verbessert. Ziel ist kein Vibe-Recap,
sondern: Stellen finden, an denen der Agent zu viel Nachfragen brauchte, eine
Nutzer-Vorgabe verletzte oder den passenden Skill/das Tool nicht hatte — und daraus
das kleinste Delta ableiten, das denselben Fehler nächste Woche verhindert.
Zwei Leitprinzipien (nicht verhandelbar)
- Korrekturen in ausführbare Regeln wandeln, nicht "sei vorsichtiger". Eine
Maßnahme, die sich nicht als Trigger, Checkliste, Skript oder triggerbarer Skill
formulieren lässt, ist keine Maßnahme.
- Dieselbe Korrektur zweimal = System-Anforderung, kein Zufall. Ein einzelner
Ausrutscher wird NICHT zur Systemänderung. Erst Wiederholung oder hohe Schwere
rechtfertigt ein Delta.
Delta-Typen
Jeder Reibungspunkt wird auf genau einen Typ gemappt:
- Fehlender Workflow-Skill — der Nutzer musste denselben Modus, dieselbe
Sequenz, Branch-/Test-/Review-Policy wiederholt vorgeben.
- Fehlender Domain-Skill — der Nutzer korrigierte Fakten, Doku,
Projektkonventionen oder Architektur-Annahmen.
- Fehlendes Tool/Skript — der Agent machte wiederholt mechanische Arbeit von
Hand, die deterministisch sein sollte.
- Fehlender Guardrail — Dateien während Exploration angefasst, "nicht"-Vorgabe
ignoriert, überbaut, falscher Root, benannte Dateien nicht zuerst gelesen.
- Memory-Update nötig — eine dauerhafte Nutzer-Präferenz, die getragen statt
wieder entdeckt werden soll (siehe MEMORY.md Auto-Memory).
Ablauf
- Fenster setzen. Session(s) festlegen: die aktuelle, die letzten N, oder ein
Datumsbereich. Ohne Angabe: die aktuelle Session plus die letzten paar.
- Reibung sammeln. Session(s) durchgehen und Reibungspunkte notieren:
Korrekturen, Rückfrage-Schleifen, verletzte Vorgaben, wiederholte Handarbeit,
falsche Annahmen. Beleg (Turn/Zitat) je Punkt festhalten — Evidenz, keine
Vermutung.
- Mappen. Je Punkt: Delta-Typ + eine konkrete, überprüfbare Maßnahme
(neuer/erweiterter Skill, Memory-Eintrag, Guardrail). Nicht "besser aufpassen".
- Filtern & priorisieren. Einzelfälle streichen — nur wiederkehrende Muster
(oder hohe Schwere) behalten. Nach eingespartem Aufwand / Häufigkeit ordnen.
Output
Knappe Liste, ein Eintrag je Muster:
Reibung → Delta-Typ → konkrete Maßnahme
Beispiel:
Nutzer musste 3× "nicht committen" nachschieben
→ Fehlender Guardrail
→ Trigger in Workflow-Skill: bei Skill-Erstellung nie automatisch committen
Danach die Maßnahmen dorthin verzahnen, wo sie umgesetzt werden:
- Skill-Lücken (neuer/erweiterter Skill) → an
skill-creator (Erstellung/Eval)
bzw. skill-authoring (Konventionen, Ablageort).
- Memory-Deltas (dauerhafte Präferenz) → in die Auto-Memory (MEMORY.md +
passende Notiz-Datei).
Gotchas
- Nur Zusammenfassen ist Fehlschlag. Output MUSS das System verbessern, nicht
die Session nacherzählen.
- Einmalige Task-Komplexität ≠ fehlender Skill. Wiederholung oder Schwere ist
Pflicht, sonst kein Delta.
- Jede Maßnahme muss ausführbar und überprüfbar sein. Kein "sei vorsichtiger",
kein "mehr testen" — sondern Trigger, Checkliste, Skript oder Skill mit
Auslösebedingung.
- Verletzte Nutzer-Vorgaben sind erstklassige Retro-Items, nicht Randnotizen.