| name | elaborative-befragung |
| description | Generiere elaborative Befragungsfragen, die tiefere Verarbeitung durch gezielte Warum- und Wie-Fragen ermöglichen. Nutze diesen Skill, wenn SuS auswendig lernen ohne zu verstehen oder tiefere Verarbeitung von Inhalten benötigen. |
| disable-model-invocation | false |
| user-invocable | true |
| effort | medium |
| skill_id | schule-lernwissenschaft/elaborative-befragung |
| skill_name | Elaborative Befragung — Fragen-Generator |
| domain | schule-lernwissenschaft |
| version | 1.0 |
| evidence_strength | strong |
| evidence_sources | ["Pressley et al. (1992) — Elaborative interrogation facilitates acquisition of confusing facts","Woloshyn et al. (1994) — Use of elaborative interrogation to help students acquire information consistent with prior knowledge","Dunlosky et al. (2013) — Elaborative interrogation rated moderate-utility learning strategy","McDaniel & Donnelly (1996) — Learning with analogy and elaborative interrogation","Ozgungor & Guthrie (2004) — Interactions among elaborative interrogation, knowledge, and interest in the process of constructing knowledge from text"] |
| input_schema | {"required":[{"field":"thema","type":"string","description":"Das Konzept, die Faktenmenge oder der Inhaltsbereich, den SuS lernen"},{"field":"sus_niveau","type":"string","description":"Klassenstufe und ungefähres Vorwissen"},{"field":"fragenzahl","type":"integer","description":"Anzahl elaborativer Fragen (empfohlen 5–8)"}],"optional":[{"field":"inhaltstext","type":"string","description":"Der spezifische Text oder Inhalt, mit dem SuS arbeiten"},{"field":"vorwissen","type":"string","description":"Was SuS bereits wissen und damit verbunden werden kann"},{"field":"sus_profile","type":"array","description":"Aus Kontext-Engine: Sprachniveaus, Vorwissensprofile"},{"field":"lernziele","type":"string","description":"Spezifische Lernziele, die die Fragen unterstützen sollen"}]} |
| output_schema | {"type":"object","fields":[{"field":"elaborative_fragen","type":"array","description":"Geordnete Liste von Warum/Wie-Fragen mit Zielwissen und erwarteter Tiefe"},{"field":"umsetzungsleitfaden","type":"string","description":"Wie die Fragen eingesetzt werden — Timing, Gruppenarbeit, schriftlich vs mündlich"},{"field":"verbindungsfragen","type":"array","description":"Fragen, die neues Lernen mit Vorwissen verbinden"}]} |
| chains_well_with | ["abrufuebungen-generator","selbstregulations-geruest-generator","metakognitives-fragenrepertoire","leseverstaendnis-strategie-auswahl"] |
| teacher_time | 3 Minuten |
| tags | ["elaboration","enkodierung","verstaendnis","tiefe-verarbeitung","befragung","lernwissenschaft"] |
Elaborative Befragung — Fragen-Generator
Was dieser Skill leistet
Generiert einen Satz von „Warum?"-Fragen und „Wie verbindet sich das mit...?"-Fragen, die tiefe Enkodierung durch erzwungene Selbsterklärungen ermöglichen. Diese Fragen verbinden neues Wissen mit bestehenden Konzepten — das Erklären selbst verstärkt die Gedächtnisspur. Im Gegensatz zu Verständnisfragen (die Verstehen prüfen), erfordern elaborative Befragungen, dass SuS selbst erklären, warum ein Sachverhalt zutrifft oder wie er sich auf Bekanntes bezieht. KI ist besonders wertvoll, da effektive Befragungen genau am Schnittpunkt zwischen Neuem und Vorwissen angesiedelt sein müssen — zu weit entfernt vom Vorwissen können SuS nicht erklären; zu offensichtlich braucht es keine Elaboration.
Evidenzgrundlage
Pressley et al. (1992) zeigten, dass das Beantworten von „Warum?"-Fragen zu Fakten deutlich bessere Behaltensleistungen produziert als bloßes Lesen, mit Effektstärken um 0,59. Der Mechanismus ist elaborative Enkodierung — das Generieren einer Erklärung schafft zusätzliche Abrufwege zur Information. Woloshyn et al. (1994) zeigten, dass elaborative Befragung am wirksamsten ist, wenn SuS ausreichend Vorwissen haben, um plausible Erklärungen zu generieren. Dunlosky et al. (2013) bewerteten elaborative Befragung als „moderate Nützlichkeit"-Strategie mit starken Belegen für Faktenlernern, aber weniger Klarheit bei komplexem konzeptuellem Lernen. McDaniel & Donnelly (1996) zeigten, dass elaborative Befragung kombiniert mit analogem Schließen stärkere Enkodierung produziert als jede Strategie allein. Ozgungor & Guthrie (2004) fanden, dass die Wirksamkeit mit Vorwissen und Interesse interagiert — SuS mit relevantem Vorwissen profitieren am meisten.
Input-Schema
Die Lehrperson (LP) muss bereitstellen:
- Thema: Das Konzept oder der Inhalt, den SuS lernen. z.B. „Eigenschaften von Metallen und Nichtmetallen" / „Ursachen des Ersten Weltkriegs" / „Aufbau eines Sonnets"
- SuS-Niveau: Klassenstufe und Vorwissen. z.B. „8. Klasse Chemie Sek 1, mittleres Niveau, haben Atombau behandelt"
- Fragenzahl: Anzahl der benötigten Fragen. z.B. 6
Optional (injiziert durch Kontext-Engine wenn verfügbar):
- Inhaltstext: Der spezifische Text oder die Ressource, mit der SuS arbeiten
- Vorwissen: Welches relevante Vorwissen SuS haben (verbessert Fragen-Kalibrierung)
- SuS-Profile: Sprachniveaus und individuelle Vorwissensprofile
- Lernziele: Spezifische Ziele, die die Fragen unterstützen sollen
Prompt
Du bist ein Experte in kognitiver Psychologie der Enkodierung und des Gedächtnisses, spezialisiert auf elaborative Verarbeitung. Du kennst die Forschung von Pressley et al. (1992) zu elaborativer Befragung, Woloshyn et al. (1994) zu Elaboration und Vorwissen sowie McDaniel & Donnelly (1996) zu Elaboration und Analogie.
Deine Aufgabe: Generiere {{fragenzahl}} elaborative Befragungsfragen für SuS, die „{{thema}}" auf {{sus_niveau}}-Niveau lernen.
Der folgende optionale Kontext kann bereitgestellt werden. Nutze, was verfügbar ist; ignoriere fehlende Felder.
**Spezifischer Inhalt:** {{inhaltstext}} — wenn angegeben, generiere Fragen zu Kernaussagen und Beziehungen in diesem Text. Falls nicht, nutze allgemeines Fachwissen zum Thema.
**Vorwissen der SuS:** {{vorwissen}} — wenn angegeben, kalibriere Fragen so, dass neues Lernen mit bestehendem Wissen verbunden wird. Falls nicht, nimm Standardvorwissen für Klassenstufe und Fach an.
**Lernziele:** {{lernziele}} — wenn angegeben, fokussiere auf wichtigste Ziele. Falls nicht, ziele auf Kernbeziehungen und Mechanismen.
**SuS-Profile:** {{sus_profile}} — wenn angegeben, passe Sprachkomplexität an. Falls nicht, gestalte für gemischte Leistungsgruppe.
Wende diese Prinzipien an:
1. **„Warum?" ist der Kernfragentyp.** Der Hauptmechanismus ist das Generieren von Erklärungen für Warum-Fragen. Jede Frage sollte mit oder reduzierbar auf „Warum?" sein. „Was?" und „Wie?" sind sekundär, aber nur wenn sie Erklärung erzwingen.
2. **Ziele auf kausale Beziehungen, nicht isolierte Fakten.** Elaborative Fragen sollten Beziehungen, Ursachen/Wirkungen und Mechanismen anvisieren — nicht Definitionen. „Warum leiten Metalle Strom?" erzwingt Elaboration. „Was ist ein Metall?" erzwingt nur Abruf.
3. **Kalibriere zum Vorwissen (Woloshyn et al., 1994).** Fragen funktionieren nur, wenn SuS genug Vorwissen haben, um plausible Erklärungen zu generieren. Ohne Unterricht erst ist Elaboration unmöglich.
4. **Füge Verbindungsfragen ein (McDaniel & Donnelly, 1996).** Einige Fragen sollten neues Wissen zu ähnlichen, bereits gelernten Konzepten verbinden. „Wie ähnelt das...?"
5. **Variiere Fragetypen:**
- **Kausal Warum:** „Warum passiert X?"
- **Kontrastiv Warum:** „Warum X aber nicht Y?"
- **Mechanistisch Wie:** „Wie führt X zu Y?"
- **Verbindung:** „Wie ähnelt X Y, das du in [Thema] gelernt hast?"
- **Prädiktiv:** „Basierend auf X, was würdest du über Z vorhersagen? Warum?"
6. **Vermeide getarnte Abruffragen.** Eine Frage mit einer einzigen korrekten Antwort ist eine Abruffrage, nicht elaborativ. Elaborative Fragen sollten mehrere plausible Erklärungen zulassen.
Gib deine Antwort in diesem Format aus:
## Elaborative Befragungsfragen: [Thema]
**Für:** [SuS-Niveau]
**Vorausgesetztes Vorwissen:** [Was SuS wissen müssen, damit die Fragen funktionieren]
### Fragen
Für jede Frage:
- Fragetext
- **Typ:** [Kausal / Kontrastiv / Mechanistisch / Verbindung / Prädiktiv]
- **Zielt auf:** [Wissen oder Beziehung, die diese Frage vertieft]
- **Aktiviertes Vorwissen:** [Welches bestehende Wissen SuS nutzen]
### Verbindungsfragen
2–3 Fragen, die dieses Thema zu früher Gelerntem verbinden.
### Umsetzungsleitfaden
- Wann einsetzen (während Unterricht, nach Instruktion, als Hausaufgabe)
- Wie strukturieren (individuell schriftlich → Paararbeit → Klassenplenum)
- Zeit erforderlich
- Was tun, wenn SuS nicht elaborieren können
**Selbstkontrolle vor Antwort:** Verifiziere, dass (a) jede Frage Erklärung erzwingt, (b) Fragen zum Vorwissen passen, (c) keine Frage eine Wort-Antwort hat, (d) Fragen Beziehungen und Mechanismen ansprechen.