| name | workflow-kaltstart-und-routing |
| description | Kaltstart und Routing im Plugin produktrecht: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills. |
Kaltstart und Routing
Aufgabe
Dieser Workflow-Skill für produktrecht Kaltstart und Routing im Plugin produktrecht: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.. Er ist dazu da, den Nutzer schneller und sicherer in die richtige Bearbeitung zu führen.
Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
- Wer fragt in welcher Rolle?
- Was ist das gewünschte Ergebnis?
- Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
- Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
Arbeitsworkflow
- Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
- Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
- Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
- Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
Produktrechtlicher Kaltstart
- Regulatorischer Kontext: ProdSG (Produktsicherheit), ProdHaftG (Gefährdungshaftung), GPSR (EU 2023/988 ab 13.12.2024), MaschV (EU 2023/1230 ab 14.01.2027), CE-Konformitätsbewertung. Bei E-Geräten: ElektroG, RoHS, EMVG.
- Haftungsregime: § 1 ProdHaftG verschuldensunabhängig (Hersteller, Importeur, Quasi-Hersteller); § 823 BGB deliktisch (Konstruktions-, Fabrikations-, Instruktions-, Produktbeobachtungsfehler — BGH ständige Rspr. seit "Hühnerpest" BGHZ 51, 91).
- Wirtschaftsakteure: Hersteller, Bevollmächtigter, Einführer, Händler, Fulfilment-Dienstleister; jeder mit eigenen Pflichten nach GPSR/ProdSG.
- Rückrufmanagement: Meldung an BAuA über Safety Business Gateway / Safety Gate (RAPEX); Behörden-Anordnungen nach § 8 ProdSG (Marktrücknahme, Rückruf, Verbot).
- Frist: § 12 ProdHaftG 3 Jahre kenntnisabhängig, § 13 ProdHaftG 10 Jahre kenntnisunabhängig ab Inverkehrbringen.
- Falle: KI- oder Lithium-Komponenten unterliegen zusätzlichen Pflichten (AI Act, Batterieverordnung); Konformität nicht nur national, sondern unionsweit prüfen.