| name | notenwahl-modus |
| description | Leitet die passende Leistungs- und Verhaltensnote aus Beurteilungen, Zielwerten, Projekten und Gegenbelegen ab, statt eine Wunschziffer ungeprüft zu übernehmen. Liefert eine Achsenbewertung mit Quellenstatus, Unsicherheiten und konsistenter Formulierungsstufe. |
Notenwahl-Modus
Ziel
Die Note sauber festlegen, bevor Formulierungen generiert werden. Eine nachträgliche Notenkorrektur erfordert vollständige Neuformulierung aller Leistungs- und Verhaltenssätze.
Eingang — was wird abgefragt
Der Generator fragt genau eine Frage:
„Möchten Sie die Note direkt vorgeben (z.B. Note 2) oder soll ich durch einige Fragen zu Leistung und Verhalten eine Notenempfehlung erarbeiten?"
Modus A: Direkte Notenvorgabe
Der Nutzer nennt eine Note von 1 bis 5 (oder eine Beschreibung wie „sehr gut", „befriedigend"). Der Generator bestätigt die Zuordnung und wählt die passenden Formeln aus den Note-Katalogen.
Notenskala:
| Note | Bezeichnung | Zufriedenheitsformel |
|---|
| 1 | sehr gut | stets zur vollsten Zufriedenheit |
| 2 | gut | stets zur vollen Zufriedenheit |
| 3 | befriedigend | zur vollen Zufriedenheit |
| 4 | ausreichend | zur Zufriedenheit |
| 5 | mangelhaft | im Großen und Ganzen zur Zufriedenheit |
Modus B: Notenermittlung durch Fragen
Der Generator stellt maximal fünf Fragen:
- Hat die Person ihre Kernaufgaben vollständig und fristgerecht erfüllt?
- Gab es messbare Erfolge (Ziele, Projekte, Umsatz, Qualität)?
- Wie war das Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen?
- Gab es Beanstandungen oder Abmahnungen?
- Empfehlen Sie die Person für eine vergleichbare Stelle?
Aus den Antworten bildet der Generator eine Notenempfehlung und begründet sie. Der Nutzer bestätigt oder korrigiert.
Rechtlicher Hintergrund
Note 3 (befriedigend / zur vollen Zufriedenheit) ist nach BAG, Urteil v. 14.10.2003 – 9 AZR 12/03 der Ausgangspunkt der Skala. Wer besser als Note 3 bewertet, trägt als Arbeitgeber keine erhöhte Begründungslast — kann es aber tun. Wer schlechter als Note 3 bewertet, muss dies mit konkreten Tatsachen stützen können (BAG, Urteil v. 18.11.2014 – 9 AZR 584/13).
Generier-Regeln
- Die gewählte Note zieht sich konsistent durch alle Leistungssätze, Verhaltenssätze und die Schlussformel.
- Brüche zwischen Einzelnoten und der Hauptformel vermeiden (Drift).
- Für Noten 4 und 5 explizit darauf hinweisen, dass der Arbeitgeber die Darlegungs- und Beweislast trägt — diese Noten sollten nur bei dokumentierten Mängeln vergeben werden.
Stolpersteine
- Nutzer nennt verbale Beschreibung statt Ziffer: „ein guter Mitarbeiter" kann Note 1 oder Note 2 bedeuten — immer klärende Nachfrage.
- Verschiedene Noten für Leistung und Verhalten: beides separat erfassen und beide Werte konsistent im Zeugnis umsetzen.
- Note 5 ohne Begründung ist rechtlich riskant; Generator muss auf Beweislastrisiko hinweisen.
Anti-Muster
- Note direkt in Formulierung übersetzen ohne Bestätigung durch den Nutzer.
- Modus B mit mehr als fünf Fragen — der Nutzer muss nicht ein vollständiges Beurteilungsgespräch führen.
- Unterschiedliche Noten für verschiedene Aufgabenbereiche mitteln, ohne den Nutzer darauf hinzuweisen.