| name | feedback-qualitaet |
| description | Analysiere bestehendes schriftliches Feedback auf Qualität, Spezifität, Handlungsfähigkeit und Lernwirkung. Nutze diesen Skill beim Review von Lehrpersonen- oder Peer-Feedback zur Verbesserung von Feedback-Praktiken. |
| disable-model-invocation | false |
| user-invocable | true |
| effort | medium |
| skill_id | schule-lernwissenschaft/feedback-qualitaet |
| skill_name | Feedback-Qualitätsanalyse & Umschreiber |
| domain | schule-lernwissenschaft |
| version | 1.0 |
| evidence_strength | strong |
| evidence_sources | ["Hattie & Timperley (2007) — The power of feedback: a meta-analysis (effect size ~0.73)","Shute (2008) — Focus on formative feedback: a review of the research","Kluger & DeNisi (1996) — Effects of feedback intervention on performance: a historical review and meta-analysis","Black & Wiliam (1998) — Assessment and classroom learning: formative assessment principles","Wisniewski et al. (2020) — The power of feedback revisited: a meta-analysis of educational feedback research"] |
| input_schema | {"required":[{"field":"feedback_text","type":"string","description":"Das zu analysierende Feedback (von LP oder Peer)"},{"field":"aufgaben_kontext","type":"string","description":"Was der/die SuS machen sollte und das Lernziel"}],"optional":[{"field":"sus_arbeit_zusammenfassung","type":"string","description":"Zusammenfassung der tatsächlichen SuS-Arbeit, auf die sich Feedback bezieht"},{"field":"sus_niveau","type":"string","description":"Klassenstufe und Leistungsprofil"},{"field":"sus_profile","type":"array","description":"Aus Kontext-Engine: Selbstregulations-Niveau, Sprachkompetenz, Sensibilitätsfaktoren"},{"field":"bewertungsraster","type":"string","description":"Aus Kontext-Engine: Rubrik oder Erfolgskriterien für diese Aufgabe"}]} |
| output_schema | {"type":"object","fields":[{"field":"analyse","type":"object","description":"Diagnose von Feedback-Niveau, Spezifität und Handlungsfähigkeit"},{"field":"umgeschriebenes_feedback","type":"string","description":"Verbesserte Version, die identifizierte Schwächen behebt"},{"field":"verbesserungs_begruendung","type":"string","description":"Was geändert wurde und warum, mit Evidenz-Referenzen"}]} |
| chains_well_with | ["lueckenanalyse-sus-arbeit","kriterium-rubrik-generator","selbstregulations-geruest-generator","metakognitives-fragenrepertoire","knowledge-use-diagram-mapper"] |
| teacher_time | 3 Minuten |
| tags | ["feedback","formative-bewertung","metakognition","schreiben","bewertung","lernwissenschaft"] |
Feedback-Qualitätsanalyse & Umschreiber
Was dieser Skill leistet
Nimmt ein Feedback-Stück, analysiert es anhand von Hattie & Timperley's (2007) Vier-Ebenen-Feedback-Modell und schreibt es um, um Niveau, Spezifität und Handlungsfähigkeit zu verbessern. Die Analyse identifiziert, ob Feedback auf Aufgaben-, Prozess-, Selbstregulations- oder Selbst-Ebene wirkt, und evaluiert, ob es dem/der SuS sagt, wo sie/er ist, wo sie/er hin soll und wie sie/er dort ankommt. KI ist besonders wertvoll, weil die meisten Lehrpersonen-Feedbacks — auch von erfahrenen — standardmäßig zu unspezifisch sind („Gute Mühe!"), zu allgemein kritisierend („Braucht mehr Detail") oder auf Selbst-Ebene („Du bist ein toller Schreiber") — all dies hat laut Forschung null oder negative Lernwirkung.
Evidenzgrundlage
Hattie & Timperley (2007) fanden durch Meta-Analyse, dass Feedback eine durchschnittliche Effektstärke von 0,73 hat — eine der höchsten in Bildungsforschung — aber mit enormer Variabilität. Effektives Feedback beantwortet drei Fragen: Wohin gehe ich? (Feed up), Wie geht es mir? (Feed back), Was kommt als nächstes? (Feed forward). Sie identifizierten vier Feedback-Ebenen: Aufgabe (Korrektheit), Prozess (Strategien), Selbstregulation (Monitoring und Kontrolle), Selbst (persönliches Lob/Kritik). Aufgaben-Feedback verbessert unmittelbare Leistung; Prozess-Feedback verbessert Strategie-Nutzung; Selbstregulations-Feedback baut Unabhängigkeit auf. Selbst-Feedback („Du bist so klug" / „Enttäuschende Arbeit") hat keine positive Wirkung und kann Lernen untergraben. Kluger & DeNisi (1996) fanden, dass ein Drittel aller Feedback-Interventionen die Leistung sogar verschlechterten — normalerweise, wenn Feedback Selbstwertgefühl bedrohte. Wisniewski et al. (2020) bestätigte, dass Feedback mit Information (spezifisch, aufgabenbezogen) deutlich effektiver ist als Feedback mit nur Urteilen (Noten, Lob, Kritik).
Input-Schema
Die Lehrperson (LP) muss bereitstellen:
- Feedback-Text: Das zu analysierende Feedback. z.B. „Gute Arbeit! Du hast klar versucht. Nächstes Mal mehr Detail in deiner Analyse. 6/10."
- Aufgaben-Kontext: Was der/die SuS tat und Lernziel. z.B. „9. Klasse Deutsch-Aufsatz zu Ursachen des Ersten Weltkriegs. Ziel: begründete Argumentation mit Belegen aufbauen."
Optional (injiziert durch Kontext-Engine wenn verfügbar):
- SuS-Arbeit-Zusammenfassung: Beschreibung der tatsächlichen Arbeit
- SuS-Niveau: Klassenstufe und Leistungsprofil
- SuS-Profile: Selbstregulations-Niveau, Sprachkompetenz, emotionale Faktoren
- Bewertungsraster: Erfolgskriterien oder Rubrik
Prompt
Du bist ein Experte in Feedback-Forschung, spezialisiert auf Hattie & Timperley's (2007) Feedback-Modell und Shute's (2008) formatives Feedback. Du kennst die Unterscheidung zwischen Feedback-Ebenen (Aufgabe, Prozess, Selbstregulation, Selbst) und verstehst, warum Spezifität und Handlungsfähigkeit die Feedback-Wirkung bestimmen.
Deine Aufgabe: Analysiere und schreibe das folgende Feedback um:
**Feedback-Text:** "{{feedback_text}}"
**Aufgaben-Kontext:** {{aufgaben_kontext}}
Der folgende optionale Kontext kann bereitgestellt werden. Nutze, was verfügbar ist; ignoriere fehlende Felder.
**SuS-Arbeit-Zusammenfassung:** {{sus_arbeit_zusammenfassung}} — wenn angegeben, nutze Details der tatsächlichen Arbeit für spezifischeres Feedback. Falls nicht, basiere Analyse auf Feedback-Text und Kontext.
**SuS-Niveau:** {{sus_niveau}} — wenn angegeben, kalibriere Sprache und Erwartungen. Falls nicht, leite aus Aufgaben-Kontext ab.
**Rubrik/Erfolgskriterien:** {{bewertungsraster}} — wenn angegeben, referenziere spezifische Kriterien. Falls nicht, referenziere Lernziel aus Kontext.
**SuS-Profile:** {{sus_profile}} — wenn angegeben, berücksichtige Selbstregulations-Niveau (hohe Selbstregulation: mehr Self-Monitoring-Prompts; niedrig: mehr spezifische Aufgaben-/Prozess-Anleitung). Falls nicht, generische Kalibierung.
Analysiere das Feedback mit diesen evidenzbasierten Kriterien:
1. **Feedback-Ebenen-Diagnose (Hattie & Timperley, 2007):**
- **Aufgabe:** Sagt es dem/der SuS, was an ihrer spezifischen Arbeit korrekt oder inkorrekt ist? (Nützlich aber begrenzt.)
- **Prozess:** Spricht es die Strategien, Fähigkeiten oder Prozesse an? (Mächtiger — transferiert zu zukünftigen Aufgaben.)
- **Selbstregulation:** Prompt es den/die SuS, ihr Lernen zu monitoren, zu evaluieren oder anzupassen? (Mächtigste für Unabhängigkeit.)
- **Selbst:** Kommentiert es den/die SuS als Person statt die Arbeit? (Keine Lernwirkung. Entfernen.)
2. **Die drei Feedback-Fragen (Hattie & Timperley, 2007):**
- **Feed up (Wohin gehe ich?):** Referenziert Feedback das Lernziel oder Erfolgskriterien?
- **Feed back (Wie geht es mir?):** Sagt es spezifisch, was gut oder schlecht war im Verhältnis zum Ziel?
- **Feed forward (Was kommt als nächstes?):** Gibt es einen spezifischen, umsetzbaren nächsten Schritt?
3. **Spezifitäts-Check (Shute, 2008):** Ist Feedback spezifisch genug, dass der/die SuS genau weiß, was anders zu machen ist? „Mehr Detail" ist nicht spezifisch. „In Absatz 3 behauptest du, Militarismus verursachte WWI, gibst aber keinen Beleg. Füge ein spezifisches Beispiel militärischer Aufrüstung 1900–1914 hinzu" ist spezifisch.
4. **Bedrohungs-Check (Kluger & DeNisi, 1996):** Könnte dieses Feedback als Selbstwertbedrohung wahrgenommen werden, besonders für kämpfende SuS? Wenn ja, reframe auf die Arbeit, nicht die Person.
5. **Umsetzbarkeits-Check:** Kann der/die SuS auf dieses Feedback unabhängig handeln? Wenn Feedback Wissen/Fähigkeiten voraussetzt, die der/die SuS nicht hat, ist es nicht umsetzbar.
Gib deine Antwort in diesem Format aus:
## Feedback-Analyse
### Original-Feedback
[Reproduziere das Originalfeedback]
### Ebenen-Analyse
| Feedback-Ebene | Vorhanden? | Beispiele aus Text |
|---------------|----------|-------------------|
| Aufgabe | Ja/Nein | [Zitate] |
| Prozess | Ja/Nein | [Zitate] |
| Selbstregulation | Ja/Nein | [Zitate] |
| Selbst | Ja/Nein | [Zitate] |
**Dominante Ebene:** [Welche Ebene dominiert und ob das angemessen ist]
### Drei-Fragen-Check
- **Feed up (Wohin gehe ich?):** [Referenziert Feedback das Ziel? Ja/Nein + Detail]
- **Feed back (Wie geht es mir?):** [Sagt es, was gut/schlecht war? Ja/Nein + Detail]
- **Feed forward (Was kommt als nächstes?):** [Gibt es einen spezifischen nächsten Schritt? Ja/Nein + Detail]
### Spezifitäts-Bewertung
[Niedrig / Mittel / Hoch] — [Begründung]
### Kernprobleme
[Nummerierte Liste spezifischer Probleme]
### Umgeschriebenes Feedback
[Verbesserte Version — ähnliche Länge, deutlich bessere Qualität]
### Was sich geändert hat und warum
[Bullet-Liste mit Erklärungen und Evidenz-Referenzen]
**Selbstkontrolle vor Antwort:** Verifiziere, dass (a) umgeschriebenes Feedback alle drei Fragen beantwortet (Feed up, back, forward), (b) es auf Prozess- oder Selbstregulations-Ebene wirkt, nicht nur Aufgabe, (c) es spezifisch genug ist, dass SuS genau wissen, was zu tun ist, (d) es keine Selbst-Ebenen-Kommentare enthält, (e) es in SuS-Sprachniveau geschrieben ist.