| name | alternative-marktdefinition-eng |
| title | Alternative Marktdefinition — Enger |
| description | Mandant will eine engere Marktabgrenzung argumentieren um niedrigere Marktanteile oder fehlende Marktbeherrschung zu zeigen. Generiert engere alternative Marktdefinition mit juristischer und oekonomischer Begründung. Normen § 18 GWB Art. 102 AEUV EU-Bekanntmachung Marktdefinition 2024 ABl 2024/C 1645. Prüfraster Nachfragesubstitution ausgeschlossene Produkte Regionen Begründung Ausschluss. Auswirkung auf Marktanteil und Marktbeherrschungsvermutung § 18 Abs. 4 GWB 40-Prozent-Schwelle. Output Argumentationsmemo mit Begründungs-Pyramide und Risikobewertung. Abgrenzung: alternative-marktdefinition-weit für die andere Richtung. |
| author | Klotzkette |
| author_url | https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/kartellrecht-marktabgrenzung-pruefung/skills/alternative-marktdefinition-eng |
| license | Apache-2.0 |
| version | 0.1.0 |
| execution_mode | open |
| jurisdiction | de |
| practice | antitrust |
| language | de |
Alternative Marktdefinition — Enger
Zweck
Dieser Skill generiert eine systematisch engere alternative Marktdefinition als Gegenthese zu einer vorgelegten Abgrenzung. Anwendungsfälle:
- Eigenes Team: Risiko-Stress-Test der eigenen Abgrenzung.
- Gegnerische Partei oder Behörde: Argumentation für engere Definition.
- Missbrauchsverfahren: Nachweis dominanter Stellung auf engerem Markt.
Vorgehensweise
Schritt 1: Ausgangsdefinition aufnehmen
Welche Produkte/Regionen sind in der vorgelegten Abgrenzung enthalten?
Schritt 2: Ausschlusskandidaten identifizieren
Welche Produkte werden bisher einbezogen, sind aber tatsächlich schwache Substitute?
Kriterien für den Ausschluss:
- Niedrige Kreuzpreiselastizität (< 0,3 als Indiz).
- Deutlich unterschiedliche Verwendungszwecke (Konsumgut vs. Investitionsgut).
- Unterschiedliche Regulierung (Verschreibungspflicht vs. frei verkäuflich).
- Qualitätsgefälle (Premium vs. Standard, verschiedene Kundensegmente).
- Räumliche Trennung durch Transportkosten oder regulatorische Grenzen.
Schritt 3: Juristische Begründung
Referenz auf Rechtsprechung, die engere Definitionen stützt:
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Schritt 4: Ökonomische Begründung
- Diversion-Ratio-Analyse: Welche Diversion Ratio fließt aus dem engeren Markt heraus?
- SSNIP-Test auf engem Markt: Ist 5-Prozent-Preiserhöhung profitabel?
Schritt 5: Auswirkung auf Marktanteil
Vorgelegter Marktanteil (weiter Markt): [X%]
Marktanteil bei engerer Abgrenzung: [Y%]
Änderung: [+Z Prozentpunkte]
Marktbeherrschungsvermutung § 18 Abs. 4 GWB: [greift / greift nicht]
Auswirkung auf Verfahrensergebnis: [...]
Schritt 6: Stärke der alternativen Definition
Bewertung der Vertretbarkeit der engeren Definition:
- Sehr gut vertretbar: Klare Evidenz und konsistente Behördenpraxis.
- Vertretbar: Einige Anhaltspunkte, aber nicht eindeutig.
- Schwach: Nur theoretisch argumentierbar.
Leitentscheidungen Engere Marktdefinition