Prüft einen Vertrag gegen das Kanzlei-Playbook nach deutschem Recht. Identifiziert Vertragsstruktur anhand der Titelseite, ordnet das Dokument dem richtigen Prüfpfad zu (Lieferantenvertrag, NDA, AGB-Klauselkontrolle, Dienstleistungsvertrag) und erstellt ein strukturiertes Rechtsprüfungsmemo. Lädt, wenn der Nutzer "Vertrag prüfen", "AGB prüfen", "NDA prüfen", "Klauselkontrolle" oder einen Vertrag zur Analyse einreicht.
Prüft einen Vertrag gegen das Kanzlei-Playbook nach deutschem Recht. Identifiziert Vertragsstruktur anhand der Titelseite, ordnet das Dokument dem richtigen Prüfpfad zu (Lieferantenvertrag, NDA, AGB-Klauselkontrolle, Dienstleistungsvertrag) und erstellt ein strukturiertes Rechtsprüfungsmemo. Lädt, wenn der Nutzer "Vertrag prüfen", "AGB prüfen", "NDA prüfen", "Klauselkontrolle" oder einen Vertrag zur Analyse einreicht.
Diese Skill prüft einen eingereichten Vertrag systematisch gegen das
Kanzlei-Playbook aus dem Kanzleiprofil. Sie ist das zentrale Werkzeug für
die Vertragsanalyse im täglichen Kanzleibetrieb:
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
(Inhaltskontrolle Haftungsbeschränkungsklausel; § 307 BGB; Grenze
der Freizeichnung)
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
(§ 305c BGB; Überraschungsklausel; Leitnorm zur AGB-Kontrolle)
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
(Transparenzgebot; § 307 Abs. 1 S. 2 BGB; Klauselkontrolle
Zinsanpassungsklausel)
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
(§ 309 Nr. 8 BGB; unzulässige Einschränkung der Gewährleistungsrechte
in AGB)
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
(§ 309 Nr. 7 lit. b BGB; Haftungsfreizeichnung für grobe Fahrlässigkeit
in AGB unwirksam)
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
(§ 305 Abs. 2 BGB; AGB-Einbeziehung; Anforderungen im Verbraucher- und
B2B-Bereich)
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Drittlandübertragungen; Standardvertragsklauseln)
LG Aachen, Urteil vom 27.05.2026, 10 O 306/25 — Button-Lösung § 312j Abs. 3 BGB im Online-Glücksspiel: Die Schaltflächenbeschriftung "Wette abgeben" genügt nicht. Verstoß führt zu endgültiger Unwirksamkeit (§ 312j Abs. 4 BGB) und Rückabwicklung nach § 812 BGB — unabhängig von glücksspielrechtlichen Konzessionsfragen. Für die Vertragsprüfung digitaler B2C-Vertragsschlüsse bedeutet das: Button-Beschriftung isoliert prüfen, nur die Worte auf dem Button zählen (im Anschluss an EuGH C-249/21 Fuhrmann-2). (Quelle: Pressehinweis Gamesright/rightmart vom 28.05.2026; Volltext bei Aufnahme noch nicht veröffentlicht.)
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Ablauf
Schritt 1 — Kanzleiprofil laden
Lies ~/.claude/plugins/config/klotzkette/vertragsrecht/CLAUDE.md.
Enthält es [PLATZHALTER]:
Führen Sie zuerst /vertragsrecht:vertragsrecht-kaltstart-interview aus — ich
benötige Ihr Playbook, bevor ich dagegen prüfen kann.
Lies auch ## Prüfungseinstellungen → routing_bestätigen. Fehlt das
Feld: als true behandeln.
Schritt 2 — Vertrag einlesen
Vom Dateipfad, SharePoint-Link, Datenbank-ID oder eingefügtem Text.
Falls kein Vertrag vorliegt: danach fragen.
Bei echter Ambiguität nach Titellektüre: die ersten zwei Seiten des Textkörpers
lesen, dann routen.
Schritt 5 — Routing bestätigen (wenn aktiviert)
Falls routing_bestätigen: true im Kanzleiprofil:
Ich prüfe dieses Dokument als: [Vertragstyp(en)].
Erkannte Dokumente:
- [Haupttitel] → [Prüfpfad]
- [Anlage A Titel] → [Behandlung]
- [Anlage B Titel] → [Behandlung]
Ist das korrekt? (ja / nein — oder korrigieren Sie mich)
Auf Bestätigung warten. Bei Korrektur: Anweisung übernehmen und fortfahren.
Falls routing_bestätigen: false: stillschweigend fortfahren. Routing-Entscheidung
oben im Prüfungsmemo protokollieren.
Schritt 6 — Prüfung durchführen
Den jeweiligen Prüfpfad vollständig abarbeiten. Bei mehreren Prüfpfaden:
sequenziell abarbeiten und Ausgabe in einem einzigen Memo zusammenführen.
Struktur der Klauselprüfung (für jede prüfungsrelevante Klausel):
AGB-Einbeziehung (§ 305 BGB):
Wurde auf AGB hingewiesen? War Kenntnisnahme zumutbar möglich?
Im B2B-Bereich nach § 310 Abs. 1 BGB weniger strenge Anforderungen,
aber trotzdem Hinweiserfordernis prüfen.
Überraschungsklauseln (§ 305c BGB):
Versteckte Haftungsausschlüsse in ungewohnten Stellen? Ungewöhnlich
weitgehende Rechte des Verwenders? Scharf auf Klauseln prüfen, die
der Vertragspartner nach dem äußeren Erscheinungsbild nicht erwarten würde.
Inhaltskontrolle / Transparenzgebot (§ 307 BGB):
Klare, verständliche Formulierung? Abweichung von gesetzlichem Leitbild?
Unangemessene Benachteiligung? Im B2B: ist die Benachteiligung so erheblich,
dass sie für einen redlich und verständig denkenden Kaufmann inakzeptabel wäre?
Haftungsbeschränkung:
Carve-outs zwingend nach § 309 Nr. 7 lit. a BGB (Körperverletzung) und
§ 276 Abs. 3 BGB (Vorsatz) vorhanden?
Cap-Betrag: welches Vielfaches der Vergütung?
Symmetrie: unterschiedliche Caps für beide Seiten?
Schadensersatz statt der Leistung (§ 281 BGB): welche Schwelle?
Gewährleistung (§§ 437 ff., 634 ff. BGB):
Verjährungsfrist: kürzer als § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB (2 Jahre)?
Grenze nach § 309 Nr. 8 lit. b aa BGB beachten
Falls eine Abweichung die Zeichnungsbefugnis des Prüfers übersteigt
(gemäß Eskalationsmatrix im Kanzleiprofil): eskalations-hinweis aufrufen
und Eskalationsanfrage formulieren.
Schritt 8 — Folgeangebote
Mandantenzusammenfassung für Geschäftsführung/Vorstand
Redline-Dokument (.docx mit Änderungsverfolgung)
Eintrag in Fristen-Tracker (bei automatischer Verlängerung)
[ARBEITSERGEBNIS-KENNZEICHNUNG]
# Vertragsprüfung: [Vertragspartner] — [Vertragstyp]**Prüfdatum:** [Datum]
**Mandatsseite:** [Verwender / Vertragspartner-Seite]
**Routing:** [angewandte Prüfpfade]
**Ergebnis:** [UNTERZEICHNUNGSREIF / ÄNDERUNGEN ERFORDERLICH / ESKALATION]
---
## Zusammenfassung
[3–5 Sätze: Gesamtbewertung, kritischste Abweichung, Handlungsempfehlung]
---
## Klauselanalyse### [Klausel-Überschrift] — [GRÜN / GELB / ROT]**Vertragstext:** "[vollständiger Klauseltext]"
**Bewertung:** [Begründung mit §§ und BGH-Belegen]
**Gegenentwurf:**
"[vorgeschlagene Formulierung]"
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Literatur nur als vom Nutzer bereitgestellte oder lizenziert live geprüfte Quelle mit exakter Fundstelle]*
---
## Eskalation
[Sofern erforderlich — mit Adressat und Handlungsempfehlung]
Beispiel
Szenario: IT-Dienstleistungsrahmenvertrag, Verwender-Seite, eingereicht
durch Lieferanten. Klausel: "Haftung des Auftragnehmers ist ausgeschlossen,
soweit keine grobe Fahrlässigkeit oder kein Vorsatz vorliegt."
Prüfung:
Klausel: Haftungsbeschränkung auf grobe Fahrlässigkeit/Vorsatz
Bewertung: GELB — entspricht § 309 Nr. 7 lit. b BGB (Grenze im B2C),
im B2B zulässig (§ 310 Abs. 1 BGB), aber prüfen, ob der vollständige
Ausschluss für leichte Fahrlässigkeit auch Kardinalpflichten erfasst
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
freigezeichnet werden)
Gegenentwurf: "Die Haftung für die Verletzung von Kardinalpflichten
bleibt in Höhe des vertragstypischen, vorhersehbaren Schadens bestehen."
Risiken und typische Fehler
Haftungsbeschränkung und Freistellung isoliert lesen. Eine faktisch
unbegrenzte Freistellungsklausel macht den Haftungsdeckel wirkungslos —
immer beide gemeinsam bewerten.
B2B/B2C-Unterscheidung vergessen. Im B2C gelten §§ 308, 309 BGB
unmittelbar; im B2B nur § 307 BGB direkt, §§ 308, 309 BGB als Indizien.
Das Playbook muss die typische Kundensituation ausweisen.
Automatische Verlängerung ohne Fristen-Check. Eine automatische
Verlängerung mit kurzer Kündigungsfrist kann faktisch zu einem Lock-in
führen. Bei Verbrauchern § 309 Nr. 9 BGB beachten.
AVV vergessen. Wenn der Vertrag Zugang zu personenbezogenen Daten
des Mandanten beinhaltet und kein AVV beigefügt ist: ROT-Markierung,
da Art. 28 DSGVO zwingend ist.
Klauseln trunkieren. Bedingte Sätze immer vollständig zitieren —
verkürzte Wiedergabe kann den Sinn entstellen.
Quellenpflicht
Jede Klauselbewertung muss belegen:
Den einschlägigen Paragraphen (§ 305c, § 307, § 309 Nr. 7 BGB etc.)
Mindestens eine BGH-Entscheidung in korrekter Zitierweise
Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen zitieren. Literatur nur nutzen, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff sie verifiziert.
Literaturfundstellen nicht beispielhaft erfinden; bei Bedarf Platzhalter "vom Nutzer bereitgestellte/lizenziert live geprüfte Quelle" verwenden.
Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.