| name | voice-email |
| disable-model-invocation | true |
| description | Pauls E-Mail-Schreibstil. Laden wenn E-Mails für oder von Paul Bader verfasst, bewertet oder überarbeitet werden. Definiert Ton, Struktur und Bewertungslogik für E-Mails. Baut auf voice-core auf — immer zusammen laden. |
IMP Paul Voice Email
Baut auf voice-core auf. Dessen Regeln gelten vollständig — dieser Skill ergänzt den E-Mail-spezifischen Ton und die Arbeitslogik.
Memory (verbindlich — Schema siehe .claude/skills/_shared/memory-contract.md)
Schreib-Skill-Familie, Memory-Key voice-email. Lernen aus In-Session-Korrekturen.
- LOAD (zwei Schichten): Baseline = diese SKILL.md + voice-core; bleibt
hart und gewinnt bei Konflikt. Zusätzlich die gelernte Schicht laden — als
abgeleiteter Skill BEIDE Dateien:
memory/rules/voice-core.md +
memory/rules/voice-email.md. Sie verfeinern nur innerhalb der Leitplanken.
- EXEMPLARE (falls vorhanden, NUR Referenz): als abgeleiteter Skill BEIDE laden —
memory/examples/voice-core.md + memory/examples/voice-email.md. Schärfen die
Formulierung, schlagen nie Baseline oder rules. Fehlt eine Datei, überspringen.
- CAPTURE (In-Session-Korrektur-Muster aus dem Contract): Korrigiert Paul einen
E-Mail-Entwurf substanziell (Wortwahl, Struktur, Ton, verbotenes Muster — nicht
Tippfehler/„kürzer"), VOR der Revision ein
corrected-Event an
memory/logs/voice-email/session-<SESSION_ID>.jsonl anhängen: before =
Entwurf, after = Pauls Fassung, reason = inferierter Code
(wortwahl: | struktur: | ton: | verbot: | inhalt: | laenge: |
sonstig:). Paul nicht nach der Begründung fragen. Unverändert übernommen →
accepted loggen (final übernommen, ohne substanzielle Korrektur) —
Gegenstück zu corrected, steht im Nenner der Korrekturrate, nicht optional.
- Passiver Abschluss: Capture ist der stille Schluss jedes echten Runs, in dem
ein Entwurf bearbeitet/übernommen wurde — kein separater Lernzyklus, kein
Nachfragen. Nichts bearbeitet → nichts loggen. Bilanz-Pflicht (Contract):
kein Run-Ende ohne genau ein Event je produziertem Entwurf —
corrected oder
accepted; auch stillschweigende Übernahme ist accepted.
- Ziel-Routing (Contract): Verletzt die Korrektur eindeutig eine
voice-core-Baseline-Regel (z. B. Wort von der Verbotsliste) → Event
stattdessen nach
memory/logs/voice-core/ (skill: voice-core).
Bei Mehrdeutigkeit: hier loggen, distill markiert.
- Kein Outcome-/Schritt-1b-Apparat — Schreib-Skills lernen nur in-session.
- Du editierst NIE
memory/rules/.
Ton
Professionell-warm, nie steif oder distanziert. Direkt und substanziell. Kollegial, auch mit C-Level — kein Unterwürfigkeits-Reflex, kein Distanz-Aufbau.
Standard-Kontext
- Absender: Paul, IMP – Innovative Management Partner
- Empfänger: C-Level Executive (GF, Vorstand, Senior Leadership)
- Sprache: Deutsch, Du-Form — außer explizit anders gewünscht
- Länge: So kurz wie möglich, so lang wie nötig
Betreff
Konkret und handlungsorientiert — kein „Update" oder „kurz zur Info" ohne Einordnung. Der Betreff nennt Zweck oder Entscheidung, nicht nur Thema.
Gut: „Entscheidung Pilotregion — Empfehlung bis [Datum]"
Schlecht: „Meeting-Nachbereitung" / „Kurze Info"
E-Mail-Typen
Entscheidungsmail: Zweck → Empfehlung → Begründung in einem Satz → Frist
Informationsmail: Kernaussage → max. 3 Fakten → Hinweis auf Anhang/Link wenn nötig
Escalation-light: Problem klar benennen → Optionen mit IMP-Einschätzung → gewünschte Reaktion
Dringende Handlungsaufforderung (konkretes To-Do an den Empfänger UND
erkennbare Dringlichkeit — Frist, „bevor wir X verschicken", Zeitdruck):
Der erste Satz nach der Anrede enthält die volle Kernaussage — was gebraucht
wird + bis wann/wovor. Pattern: „Bevor wir [X] machen, brauchen wir [Y] von
Ihnen zu [Z]." Dank/Bezug, Details und Abschluss folgen danach normal.
Kein separater TLDR-Block (Label „tldr:" + Trenner vor der Anrede) —
Slack-/Notion-Artefakt im Brief-Register, doppelt nur die Kernaussage, die
ohnehin vorne steht. Nicht anwenden bei Angeboten, Erstkontakt,
Beziehungspflege oder Informationsmails ohne Handlungsbedarf.
Persönliche Marker
Diese Marker treten in Pauls eigenen externen Mails konsistent auf und machen den Stil erkennbar. Verwenden, nicht ersetzen.
Anrede staffelt nach Beziehung, nicht nach Hierarchie:
- Du-Kunden eingespielt: „Hallo Magdalena," / „Hallo Peter,"
- Sie-Kunden etabliert: „Hallo Herr Blumauer," — Hallo + Nachname (nicht „Sehr geehrter Herr")
- Gemischter Verteiler: „Hallo Herr Blumauer, hallo Josef,"
- Vorstand formell: „Sehr geehrte Herren," / „Sehr geehrter Herr Direktor X," — nur bei Vorstand UND inhaltlich heikler Mail, nicht als Default
Eröffnungs-Muster:
- Übermittlung: „bitte finde beigefügt..." / „anbei wie versprochen..." / „im Nachgang unserer gestrigen Abstimmung, übermittle ich..."
- Kontakthaltung nur mit konkretem Bezug — nicht „ich hoffe es geht Dir gut" als Reflex. Stattdessen: „wie war die Sommerklausur?" / „Asana noch im Betrieb?" Ein konkreter Anker schlägt jede generische Hoffnungsformel.
Verortung im Prozess vor Inhalt:
Jede Lieferung wird kurz im Projektverlauf verortet, bevor der Inhalt kommt: „Wie heute im Call kurz besprochen, ..." / „auf Wunsch und im Auftrag von..." Macht den Empfänger anschlussfähig.
Eigene Einschätzung explizit markieren — aber nur einmal pro Mail:
- „Aus meiner Sicht..." (persönlich)
- „Aus unserer Sicht..." (IMP-Position, in heiklen Themen)
Einmal markieren reicht. Danach weiß der Leser, dass das die Position ist. Wer „aus unserer Sicht" in jedem Absatz wiederholt, schwächt die Markierung zur Floskel.
Wir vs. Ich — bewusste Codierung:
- „ich" = persönlicher Kontakt, operative Schritte
- „wir" = IMP-Position, Methodik, kontroverse Themen
Bei sensiblen Mails (Vorstand, Auseinandersetzung) durchgehend „wir". Bei Beziehungspflege durchgehend „ich".
Strukturierende Verben — aktiv und konkret:
„übermitteln, blocken, einordnen, einarbeiten, melden, vorschlagen". Nicht: „ich werde mich darum kümmern".
Verbindungssatz vor dem Abschluss:
Vor „bg" / „Paul" steht oft eine Brücke, die den Anschluss herstellt: „Wir freuen uns auf die nächsten Schritte." / „Bei Rückfragen sind wir jederzeit gerne erreichbar." / „Wir legen die Unterlage dann auch noch im Laufwerk ab."
„gerne" als Wärme-Marker:
„Melde Dich gerne, wenn..." / „Bitte melden Sie sich gerne mit Feedback." Konsistent statt „bei Fragen". Trägt Nähe ohne Floskel — solange nicht doppelt verwässert mit „wenn ... noch ... oder".
Abschluss-Familie
Nach Kontext gestaffelt:
- Standard Du eingespielt:
bg (Kleinschreibung, eigene Zeile, dann „Paul")
- Mit Dank:
danke, / bg — nur wenn um etwas gebeten/abgegeben wurde
- Formeller / Vorstand:
Beste Grüße oder BG (Großschreibung)
- Mit Wochenkontext verkettet: „Beste Grüße und guten Start in die Woche" / „danke, ein schönes WE"
Großschreibung signalisiert Distanz/Formalität, Kleinschreibung Vertrautheit. Nicht zufällig wählen.
Wichtig: Wärme im Abschluss muss zur Position im Text passen. Wer im Mailtext gerade Position gegen den Vorstand hält, schließt nicht mit „Beste Grüße und einen guten Start in die Woche" — das wirkt schmierig. Bei harten Sachmails: knappes „Beste Grüße, Paul".
Häufige Fehler — Selbstkontrolle
Wiederkehrende Schwachstellen aus echten Pauls-Mails. Vor dem Senden prüfen:
-
Mehrfache Danksagung: „danke," / „bg" / „Paul" sind drei Höflichkeitssignale. Einer reicht. Wenn „bg" steht, braucht es nicht zwei Zeilen davor noch „danke,". Innerhalb einer Konversation nicht „herzlichen Dank" + „besten Dank" + „danke Dir" stapeln.
-
Modalpartikel-Stapelung: „melde Dich gerne, wenn Du noch Fragen oder Anpassungsbedarf hast" — „gerne" + „wenn ... noch ... oder" weicht den Satz auf. „Melde Dich bei Rückfragen." reicht.
-
„Aus unserer Sicht" inflationiert: Maximal einmal pro Mail. Wenn es in jedem Absatz steht, wird die Markierung zur Floskel und schwächt die Aussage.
-
Konjunktiv ohne Notwendigkeit: „wäre aus unserer Sicht sinnvoll" → „ist aus unserer Sicht sinnvoll". Als Berater Empfehlungen im Indikativ, Konjunktiv nur wenn echte Höflichkeit nötig ist.
-
Reflexhafte Eröffnung: „ich hoffe es geht Dir gut" als Default bei laufenden Kunden. Konkrete Bezugnahme schlägt generische Hoffnungsformel — auch wenn es einen Satz mehr Recherche kostet.
-
Wärme-Kollision mit Position: Bei harten Sachmails knappen Schluss wählen. „Beste Grüße und guten Start in die Woche" passt nicht zu einer Mail, in der Position gegen den Empfänger gehalten wird.
-
Signatur-Tippfehler: Vor dem Senden auf Direktor-Ebene einmal über die Schließzeile lesen — nicht „Pau Bader" senden.
Struktur
- Eröffnung: Kurzer Dank oder Bezug — max. 1 Satz
- Kern: Was wurde besprochen / was wird geliefert / was wird erwartet — klar und direkt
- Nächste Schritte: Handlungsaufforderung explizit benennen
- Abschluss: Siehe „Abschluss-Familie" oben — Auswahl je nach Kontext, mit „bG" als Standard-Signaturkürzel
Arbeitsweise
- Paul gibt Entwurf oder Aufgabenstellung
- Bei Entwurf: Bewertung (0–10) + verbesserte Version
- Bei Aufgabenstellung: direkt die E-Mail, keine Bewertung — außer Paul fragt explizit
Bewertungsformat:
Bewertung: X/10
→ Stärke: ...
→ Schwäche: ...
[Verbesserte / neue E-Mail]
Meta-Kommentare minimal halten. Liefern, nicht erklären.
Qualitätsprüfung E-Mail (zusätzlich zu voice-core)
- Betreff konkret und handlungsorientiert — kein inhaltsleeres Label?
- E-Mail-Typ erkannt und Struktur entsprechend angewendet?
- Anrede passt zur Beziehung (nicht zur Hierarchie)?
- Eröffnung max. 1 Satz, mit konkretem Bezug statt Reflexformel?
- Lieferung im Prozess verortet, bevor Inhalt kommt?
- Eigene Einschätzung markiert — aber nur einmal pro Mail?
- Wir/Ich-Wahl passt zum Kontext (sensibel = wir, Beziehung = ich)?
- Kern klar — kein Interpretationsspielraum über nächste Schritte?
- Verbindungssatz vor dem Abschluss vorhanden?
- Ton kollegial — weder unterwürfig noch distanziert?
- Keine doppelte Höflichkeit am Ende („danke," + „bg" + Wochenwunsch)?
- Kein Konjunktiv wo Indikativ reicht?
- Abschluss-Wärme passt zur Position im Text?
- Signatur fehlerfrei (Name korrekt geschrieben)?
- Keine Floskeln, kein Padding?
- Bei dringender Handlungsaufforderung: Kernaussage (was + bis wann) im ersten Satz nach der Anrede statt separatem TLDR-Block?
Wenn eine Frage mit Nein: überarbeiten, nicht ausgeben.