| name | saas-msa-pruefung |
| title | SaaS-/MSA-Prüfung |
| description | Prüfung von SaaS-Abonnement- und Rahmenverträgen (MSA) mit Schwerpunkt auf AGB-Kontrolle (§§ 305–310 BGB), automatischer Verlängerung, Preiseskalation, Datenschutz (Art. 28 DSGVO), Haftungsbegrenzung und Vertragsstrafe (§ 339 BGB). Wird von /vertragsrecht:vertragsprüfung geladen, wenn ein SaaS- oder Abonnementvertrag erkannt wird. |
| author | Klotzkette |
| author_url | https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/vertragsrecht/skills/saas-msa-pruefung |
| license | Apache-2.0 |
| version | 0.1.0 |
| execution_mode | open |
| jurisdiction | de |
| practice | contracts |
| language | de |
SaaS-/MSA-Prüfung
Zweck
SaaS-Verträge haben ein anderes Risikoprofil als einmalige Lieferantenverträge. Die Kosten akkumulieren über Verlängerungen, die Daten häufen sich an, und die Wechselkosten wachsen monatlich. Dieser Skill prüft unter Berücksichtigung dieser Besonderheiten. Er führt die Standard-Playbook-Prüfung aus ~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/vertragsrecht/CLAUDE.md durch und ergänzt sie um einen SaaS-spezifischen Prüfaufschlag für die Punkte, die bei Abonnementverträgen besonders gefährlich sind.
Eingaben
- SaaS-/MSA-Vertrag (Datei-Upload oder Direkteingabe)
- Ggf. Auftragsformular (Order Form) separat
- AVV/DPA (falls als separates Dokument)
- Kontext: Auftraggeber oder Auftragnehmer?
- Praxisprofil aus
~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/vertragsrecht/CLAUDE.md
Akten-Kontext
Falls Akten-Arbeitsbereiche aktiviert, aktive Akte prüfen. Falls keine aktive Akte, fragen.
Ablauf
Schritt 1: Playbook laden und Seite bestimmen
Welche Seite? Vor der Playbook-Anwendung ermitteln:
- Gegenpartei ist SaaS-Anbieter, der die Plattform verkauft → Käuferseite
- Das Unternehmen ist SaaS-Anbieter, Gegenpartei ist Kunde → Verkäuferseite
- Reseller/White-Label? → Fragen: "Auf welcher Seite steht [Unternehmen] – Anbieter oder Kunde?"
Aus ~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/vertragsrecht/CLAUDE.md den zutreffenden Playbook-Abschnitt lesen. Falls nicht konfiguriert: Setup-Befehl nennen.
AGB-Kontrolle nach §§ 305–310 BGB:
- Einbeziehungsvoraussetzungen (§ 305 Abs. 2 BGB) prüfen
- Überraschende Klauseln (§ 305c BGB)
- Transparenzgebot (§ 307 Abs. 1 S. 2 BGB)
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Bei B2B: § 310 Abs. 1 BGB – eingeschränkte Kontrolle, aber § 307 BGB gilt
Schritt 2: Standard-Playbook-Prüfung
Alle Standard-Checkpunkte aus dem Lieferantenvertrag-Prüfungs-Skill anwenden: Haftung, Freistellung, IP, Datenschutz, Laufzeit/Kündigung, Gerichtsstand. Ergebnisse in die SaaS-spezifische Ausgabe integrieren.
Schritt 3: SaaS-spezifischer Prüfaufschlag
3.1 Automatische Verlängerung (§ 309 Nr. 9 BGB; § 307 BGB)
Der häufigste Weg, bei dem ein SaaS-Deal schiefläuft: niemand bemerkt das Kündigungsfenster, und das Unternehmen ist für ein weiteres Jahr zum höheren Preis gebunden.
Prüfen und mit CLAUDE.md-Positionen vergleichen: