| name | compliance-regelsatz-erstellen |
| title | Compliance-Regelsatz erstellen |
| description | Compliance-Regelsatz Zehn Gebote für KI-Einsatz in Kanzleien erstellen: Anwendungsfall Kanzlei benoetigt praegnante Verhaltensregeln für alle Mitarbeitenden zu erlaubten und verbotenen KI-Nutzungen. § 43a BRAO Verschwiegenheit, § 43e BRAO IT-Dienstleister, Art. 4 KI-VO KI-Kompetenz. Prüfraster kein Privat-Account, keine Mandatsdaten ohne Anonymisierung, kein PDF-Upload ohne AVV, Korrekturlesung Pflicht, KI-Kennzeichnung. Output standardisierter Zehn-Gebote-Regelsatz anpassbar an Kanzlei-Profil. Abgrenzung zu Richtlinien-Skelett für vollständige Richtlinie und zu Berufsrecht-Bausteine. |
| author | Klotzkette |
| author_url | https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/ki-richtlinie-kanzleien/skills/compliance-regelsatz-erstellen |
| license | Apache-2.0 |
| version | 0.1.0 |
| execution_mode | open |
| jurisdiction | de |
| practice | regulatory |
| language | de |
Compliance-Regelsatz erstellen
Ein klarer, prägnanter Compliance-Regelsatz ist das operative Herzstück jeder KI-Nutzungsrichtlinie. Er muss so formuliert sein, dass alle Mitarbeitenden — unabhängig von juristischem Hintergrund — die Kernregeln sofort verstehen und anwenden können. Dieser Skill erzeugt einen standardisierten Zehn-Gebote-Regelsatz, der an das Kanzlei-Profil angepasst werden kann.
Rechtlicher Hintergrund
Der Regelsatz operationalisiert die zentralen Rechtspflichten: § 43a Abs. 2 BRAO (Verschwiegenheit), § 43e BRAO (IT-Dienstleister), Art. 5 DSGVO (Grundsätze der Verarbeitung: Zweckbindung, Datenminimierung), Art. 28 DSGVO (Auftragsverarbeitung), § 2 Abs. 2 UrhG (Urheberrecht am KI-Output), Art. 50 Abs. 4 KI-VO (Kennzeichnung), § 203 StGB (Geheimnisverrat), Art. 22 DSGVO (Verbot automatisierter Entscheidungen).
Vorgehen
Vorab: Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
- Zielgruppe definieren: Unterschiedliche Regeln für anwaltliche und nicht-anwaltliche Mitarbeitende oder einheitlicher Regelsatz für alle?
- Zehn Gebote formulieren: Aus den rechtlichen Anforderungen konkrete Handlungsregeln ableiten.
- Ausnahmen definieren: Wann sind Ausnahmen zulässig (z.B. Upload mit AVV)?
- Kommunikation sicherstellen: Regelsatz in Schulungen erklären, schriftlich quittieren lassen.
- Regelsatz plakativ aufbereiten: Auf einer DIN-A4-Seite oder als Poster für Kanzleiräume aufbereiten.
Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|---|
| Standard — KI-Compliance-Regelsatz fuer Kanzlei erstellen | Regelsatz nach 10-Gebote-Schema; Template unten |
| Variante A — Kleine Kanzlei max drei Seiten | Kurzfassung Regelsatz; nur Kernregeln |
| Variante B — Mandant will Regelsatz in Englisch | Englischsprachige Vorlage; Terminologie anpassen |
| Variante C — Vorhandener Regelsatz aktualisieren | Nur geaenderte Stellen ueberarbeiten; Version-Tracking |
Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.