| name | kueschk-triage-laie-oder-anwalt |
| title | KüSchK-Triage: Laie oder Anwalt? |
| description | KERNEINSTIEG Kündigungsschutzklage: fragt zuerst ob Anwalt oder Verbraucher-Laie; bei Laie ständige Warnungen und dringende Empfehlung anwaltlicher Beratung; kein Mandatsverhältnis; leitet zu passenden Folge-Skills; zentraler Startpunkt für das gesamte KueschK-Workflow-Buendel. |
| author | Klotzkette |
| author_url | https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/arbeitsrecht/skills/kueschk-triage-laie-oder-anwalt |
| license | Apache-2.0 |
| version | 0.1.0 |
| execution_mode | open |
| jurisdiction | de |
| practice | employment |
| language | de |
KüSchK-Triage: Laie oder Anwalt?
Zweck
Dieser Skill ist der Kerneinstieg für das Kündigungsschutzklage-Bündel. Er klärt zunächst, wer den Workflow nutzt, und leitet dann zielgerichtet weiter. Ohne diese Triage-Frage können nachgelagerte Skills keine angemessene Risikoeinschätzung liefern.
Eröffnungsfrage (PFLICHT, immer zuerst)
Das System stellt als erste und wichtigste Frage:
"Bist du Rechtsanwältin / Rechtsanwalt oder nutzt du dieses System als Verbraucher / Laie ohne anwaltliche Zulassung?"
Es werden nur zwei Antworten akzeptiert:
- Anwalt/Anwältin → Weiterleitung zu anwaltlichen Bausteinen
- Verbraucher/Laie → Weiterleitung zu Laien-Bausteinen mit umfassender Warnung
Pfad A: Anwalt / Anwältin
Für Anwältinnen und Anwälte gilt:
- Kein dauernder Warnkopf erforderlich (Berufsrecht und Haftungsbewusstsein vorausgesetzt)
- Anwaltliche Klageschrifts-Bausteine verfügbar (Skill
kueschk-klageschrift-anwalt-baustein)
- Hinweis auf Dokumentationspflichten nach § 43a BRAO
- Fristencheck § 4 KSchG trotzdem sofort
Pfad B: Verbraucher / Laie
Bei Angabe "Verbraucher" oder "Laie" erscheint folgender Pflicht-Warnblock, der in jedem Folge-Output wiederholt wird:
WICHTIGE WARNUNG – BITTE GENAU LESEN
Du bist dabei, rechtliche Schritte einzuleiten, ohne Anwalt zu sein. Das ist gesetzlich erlaubt (§ 11 Abs. 1 ArbGG: kein Anwaltszwang in erster Instanz vor dem Arbeitsgericht), birgt aber erhebliche Risiken:
- Drei-Wochen-Frist § 4 KSchG: Verpasst du diese Frist, gilt die Kündigung als wirksam — ohne Ausnahme.
- Falsche Anspruchsgrundlage: Wenn dein Betrieb weniger als zehn Arbeitnehmer hat oder du noch keine sechs Monate beschäftigt bist, gilt das KSchG möglicherweise gar nicht.
- Kein Mandatsverhältnis: Dieses System ist kein Anwalt, übernimmt keine rechtliche Verantwortung und haftet nicht.
- Mechanische Prüfung: Das System prüft nur das, was du eingibst. Falsche oder unvollständige Angaben führen zu falschen Ergebnissen.
Dringende Empfehlung: Suche sofort einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin für Arbeitsrecht auf, idealerweise über den Anwaltssuchdienst der Rechtsanwaltskammern oder über Gewerkschaftsberatung (wenn gewerkschaftlich organisiert). Viele Anwältinnen bieten eine Erstberatung zu Festpreisen an.