Fallstatuszusammenfassung nach Zielgruppe — mandantengerichtet (verständliche Sprache), intern (für den Supervisor) oder gerichts-/behördengerichtet (formale Schriftsatzform per Verfahrensordnung). Gleiche Fakten, unterschiedliche Darstellung und Tiefe. Lädt, wenn ein Studierender den Mandanten informieren, den Supervisor briefen oder einen gerichtlichen/behördlichen Statusbericht vorbereiten muss.
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Fallstatuszusammenfassung nach Zielgruppe — mandantengerichtet (verständliche Sprache), intern (für den Supervisor) oder gerichts-/behördengerichtet (formale Schriftsatzform per Verfahrensordnung). Gleiche Fakten, unterschiedliche Darstellung und Tiefe. Lädt, wenn ein Studierender den Mandanten informieren, den Supervisor briefen oder einen gerichtlichen/behördlichen Statusbericht vorbereiten muss.
Rechtsberatungsstellen erstellen eine Vielzahl von Statusmitteilungen — an Mandanten, Supervisoren, Gerichte und Behörden. Gleicher Fall, gleiche Fakten, völlig verschiedene Dokumente. Diese Skill nimmt die Fallnotizen und erstellt die jeweils passende Zusammenfassung für den jeweiligen Leser.
Eingaben
Zielgruppe:mandant, intern oder gericht
Fallnotizen — Fakten und Verfahrensstand des Falls
Aktueller Verfahrensstand — wo im Verfahren befindet sich der Fall?
Rechtlicher Rahmen
Kernvorschriften
§ 6 RDG — Informationspflicht: Mandanten sind über den Verfahrensstand verständlich zu informieren; liegt in der Eigenverantwortung des Studierenden unter Supervisoren-Aufsicht.
§ 43a Abs. 2 BRAO — Verschwiegenheitspflicht: Statusberichte enthalten vertrauliche Mandantendaten; keine Weitergabe ohne Einwilligung.
§ 11a BRAO — Studentische Rechtsanwaltsbeschäftigung: Studierende in Beratungsstellen handeln unter Aufsicht; Statusberichte an Gerichte gehen erst nach Supervisoren-Freigabe heraus.
§§ 128–142 ZPO — Schriftsätze an Gericht: Form- und Inhaltsvorgaben für gerichtliche Statusberichte; örtliche Geschäftsordnungen beachten.
§ 81 VwVfG — Verfahrensabschluss und Mitteilungspflichten der Behörde; spiegelbildlich Informationspflicht des Vertreters gegenüber dem Mandanten.
Art. 13, 14 DSGVO — Informationspflichten beim Umgang mit personenbezogenen Daten; Statusberichte, die Verarbeitungen beschreiben, müssen den Datenschutzvorgaben genügen.
Leitentscheidungen
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Ablauf
Modus: Mandantengerichtet
Leser/-in: Der Mandant/die Mandantin. Möglicherweise unter Stress. Vielleicht mit dem rechtlichen Verfahren wenig vertraut. Lesbarkeitsniveau entsprechend den Klinik-Verständlichkeitsstandards (Standard: Hauptschulniveau, kurze Sätze, keine Fachbegriffe ohne Erläuterung).
Einzubeziehen:
Was ist seit dem letzten Kontakt passiert
Was als nächstes passiert und wann
Was der Mandant/die Mandantin tun muss (konkret)
Wie die Beratungsstelle zu erreichen ist
Nicht einzubeziehen:
Rechtliche Analyse (das IRSE-Schema interessiert den Mandanten nicht)
Schwächen des Falls (es sei denn, es ist Zeit für dieses Gespräch — das entscheidet der Supervisor, nicht ein Statusupdate)
Fachjargon
Prüfvermerk für den Studierenden (nicht für den Mandanten — vor Versand entfernen):[KI-GESTÜTZTER ENTWURF — erfordert studentische Prüfung und Supervisionsschritt per Klinik-Konfiguration]
Verfahrensrechtlicher Hinweis: Manche Beratungsstellen (insb. unter BRAO-Aufsicht) haben spezifische Unterschriftsblöcke für Briefe unter Studierenden-Aufsicht. Anforderungen mit dem Supervisor klären.
Sehr geehrte/r [Mandant/-in],
ich möchte Sie über den aktuellen Stand Ihres Falls informieren.
**Was passiert ist:** [Klares Deutsch. "Wir haben Ihren Widerspruch am [Datum]
beim Amt eingereicht" — nicht "Der fristwahrende Schriftsatz wurde übermittelt."]
**Was als nächstes passiert:** [Was und wann. "Das Amt hat jetzt 3 Monate Zeit,
über Ihren Widerspruch zu entscheiden. Wir erwarten bis spätestens [Datum]
eine Antwort. Falls nichts kommt, melden wir uns."]
**Was Sie tun müssen:** [Konkret und klar. Oder: "Im Moment müssen Sie nichts
tun. Wir melden uns, sobald wir etwas von Ihnen brauchen."]
**So erreichen Sie uns:** [Telefon, Sprechzeiten, Name des Studierenden]
Mit freundlichen Grüßen
[Name des Studierenden]
Studentische/-r Rechtsberater/-in
unter Aufsicht von [Supervisorenname, Rechtsanwalt/-anwältin]
[Name der Beratungsstelle]
Vor Versand: Das Versenden eines Mandantenstatus ist eine folgenschwere Handlung. Gate: Supervisionsmodell der Klinik (§ 6 Abs. 2 RDG). Bestätigen, dass der Entwurf dem Supervisionsprozess entsprechend geprüft wurde und alle internen Vermerke ([KI-GESTÜTZTER ENTWURF], [PRÜFEN] etc.) aus der Mandantenversion entfernt wurden.
Modus: Intern (für den Supervisor)
Leser/-in: Der begleitende Supervisor. Kennt das Recht. Will wissen, wo der Fall steht und was der Studierende von ihm/ihr braucht.
Einzubeziehen:
Verfahrensstand (wo im Verfahren)
Was seit dem letzten Check-in getan wurde
Was als nächstes kommt (Fristen, Termine)
Fragen, die Supervisoren-Input erfordern
Einschätzung des Studierenden (wie läuft es, Bedenken)
# Fallstatus: [Mandant] — [Gegenstand] — [Datum]**Studierender:** [Name] | **Verfahrensstand:** [Vorberatung / Widerspruch eingereicht /
Klage erhoben / Verhandlung ausstehend / etc.]
## Seit dem letzten Check-in- [Was wurde getan]
## Kommende Termine und Fristen
| Datum | Was | Handlung erforderlich durch |
|---|---|---|
| [Datum] | [Frist/Termin] | [Studierender/Supervisor/beide] |
## Supervisoren-Input benötigt- [Konkrete Frage oder Entscheidungspunkt]
## Einschätzung des Studierenden
[Wie läuft es. Stärken, Bedenken, strategische Fragen. Hier zeigt sich das Denken
des Studierenden.]
---
[KI-GESTÜTZTER ENTWURF — Studierender sollte insb. den Abschnitt Einschätzung
selbst formulieren; das ist sein/ihr Denken, keine Notizenzusammenfassung]
Modus: Gerichts-/Behördengerichtet
Leser/-in: Richter/-in, Rechtspfleger/-in oder Sachbearbeiter/-in der Behörde. Formal. Spezifisch für das Gerichtsbedürfnis (oft auf Anforderung des Gerichts, nach § 273 ZPO oder Ladung zur Statuskonferenz nach § 278a ZPO / behördliche Anforderung nach § 24 VwVfG).
Einzubeziehen:
Verfahrensgeschichte (kurz)
Aktueller Stand (Beweisaufnahme/Anträge/außergerichtliche Einigung)
Offene Punkte
Vorgeschlagene nächste Schritte (soweit gefragt)
Format: Nach Verfahrensordnung und örtlichen Gepflogenheiten. Rubrum, Schriftsatzform, Unterschriftsblock, ggf. Zustellungsnachweis.
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KI-GESTÜTZTER ENTWURF — erfordert studentische Analyse und Supervisoren-Prüfung
Gerichtliche und behördliche Schriftstücke IMMER vor Einreichung mit Supervisor
abstimmen (§ 6 Abs. 2 RDG)
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[Rubrum nach Verfahrensordnung — PRÜFEN gegen aktuelle Gerichts-/Behördenregeln]
SACHSTANDSBERICHT / STATUSMITTEILUNG
[Partei/Antragsteller] zeigt den Verfahrensstand gemäß [Anforderung des Gerichts
vom [Datum] / § [X] ZPO/VwGO/VwVfG / im Hinblick auf den Termin vom [Datum]] an.
1. Verfahrensgeschichte: [kurz]
2. Aktueller Stand: [Beweisaufnahme / Antragsstand / Einigungsgespräche]
3. Offene Punkte: [was ausstehend ist]
4. Vorgeschlagene nächste Schritte: [soweit relevant]
[Unterschriftsblock — Studierender unter Aufsicht von [Supervisor, Rechtsanwalt/-anwältin]]
[Zustellungsnachweis falls eingereicht]
---
[PRÜFEN: Rubrum, örtliche Formvorgaben für Statusberichte, Zustellungserfordernisse
— nach aktuellen Regeln des zuständigen Gerichts / der zuständigen Behörde]
Supervisionen-Routing
Entsprechend der Klinik-Konfiguration:
Mandantengerichtet → in der Regel Flag-Trigger (Mandantenkommunikation)
Intern → kein Flag (geht ohnehin an den Supervisor)
Gerichts-/Behördengerichtet → immer geflaggt, wenn formelle Prüfwarteschlange aktiviert (gerichtliche/behördliche Einreichungen)
Ausgabeformat
Strukturierter Markdown-Text nach dem jeweiligen Zielgruppen-Modus oben. Interne Prüfvermerke erscheinen im Entwurf; sie werden vor Versand an Mandanten, Gerichte oder Behörden entfernt.
Beispiel
Szenario: Mandantin Erdem, Widerspruch gegen Nebenkostennachforderung. Widerspruch eingereicht 01.04.2026. Bestätigung vom Vermieter erwartet.
/status mandant → "Wir haben Ihren Widerspruch gegen die Nebenkostenabrechnung am 01.04.2026 beim Vermieter eingereicht. Der Vermieter hat jetzt zwei Monate Zeit zu antworten. Sie müssen bis dahin nichts tun."
/status intern → Verfahrensstand: Widerspruch eingereicht; Frist Vermieter-Antwort ca. 01.06.2026; Supervisoren-Input: Soll Klage vorbereitet werden, falls keine Antwort kommt?
/status gericht → (noch nicht relevant, da kein Gerichtsverfahren)
Risiken und typische Fehler
Mandantenbrief mit Fachjargon: Formulierungen wie "Der Schuldner ist mit der Leistung in Verzug" sind für Mandanten unverständlich. Konkrete, einfache Sprache verwenden.
Strategische Hinweise an Mandanten ohne Supervisorengespräch: Schlechte Nachrichten (z. B. geringer Erfolgsaussichten) oder strategische Optionen gehören in das Supervisorengespräch, nicht in einen Statusbrief.
Gerichtlicher Statusbericht ohne Supervisoren-Freigabe: Verstoß gegen § 6 Abs. 2 RDG. Jedes nach außen gehende Schriftstück wird vom Supervisor freigegeben.
Falsche Datumsangaben: Fristen- und Terminangaben im Mandantenbrief müssen mit deadlines.yaml abgeglichen werden.
Studentische Einschätzung im internen Bericht KI-generiert: Der Abschnitt "Einschätzung des Studierenden" ist persönliches Denken. Die KI kann ihn strukturieren; schreiben muss ihn der Studierende selbst.
Quellenpflicht
Statusberichte enthalten keine zitierten Normen als Primärbelege — das obliegt den zugrunde liegenden Gutachten (/memo). Rechtliche Behauptungen in Statusberichten müssen durch verifizierte Gutachten gedeckt sein, auf die der Bericht verweist. Kein Status-Schriftstück enthält ungeprüfte Rechtsbehauptungen.
Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.