| name | geldwaesche-verdachtsmeldung-fiu-goaml |
| title | Verdachtsmeldung an FIU/goAML |
| description | Vorbereitung und Einreichung von Verdachtsmeldungen nach § 43 GwG über goAML-Portal an die FIU. Anwendungsfall Sachverhalt mit Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung ist festgestellt und Meldung muss erstattet werden. Normen § 43 GwG Meldepflicht § 44 GwG Meldeinhalte § 47 GwG Tipping-off-Verbot goAML-Merkblatt FIU. Prüfraster Sachverhaltskern Beteiligte Konten Transaktionen goAML-Felder Anlagen Dokumentationsentscheidung. Output Vollständige goAML-Verdachtsmeldung mit Sachverhaltsbeschreibung Anhalt-Tabelle und Meldungsprotokoll. Abgrenzung zu geldwäsche-transaktionsstopp-freeze und geldwäsche-transaktionsmonitoring. |
| author | Klotzkette |
| author_url | https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/geldwaeschepraevention-aml-kyc/skills/geldwaesche-verdachtsmeldung-fiu-goaml |
| license | Apache-2.0 |
| version | 0.1.1 |
| execution_mode | open |
| jurisdiction | de |
| practice | white-collar |
| language | de |
Verdachtsmeldung an FIU/goAML
Triage zu Beginn
- Liegt ein konkreter Verdacht i.S.v. § 43 GwG vor oder noch eine Abwaegungsphase?
- Was ist der Sachverhaltskern der Verdachtsmeldung in ein bis zwei Saetzen?
- Welche Belege (Transaktionsdaten, KYC-Dokumente, Screeningprotokolle) liegen vor?
- Ist das Tipping-Off-Verbot (§ 43 Abs. 5 GwG) relevant — darf der Kunde informiert werden?
Aktuelle Rechtsprechung und Behoerdenpraxis
Stand 05/2026. Rechtsprechung im Mandat live verifizieren.
- BaFin-AuA zum GwG, Stand 06.03.2025 — anwendbar seit Februar 2025; ergänzte Hinweise zu Kryptowertetransfers/selbst gehosteten Adressen — bafin.de.
- FIU-Jahresberichte und Typologiepapiere — fiu.bund.de.
- AMLR (EU) 2024/1624 — wird das nationale Meldewesen ab 10.07.2027 weitgehend europäisieren; Verdachtsmeldung verbleibt in nationaler FIU-Zuständigkeit, formale Anforderungen folgen den europäischen Standards.
Zentrale Normen
- § 43 GwG — Verdachtsmeldepflicht: Tatbestand, Fristen, Verfahren
- § 43 Abs. 5 GwG — Tipping-Off-Verbot
- § 46 GwG — Nichtdurchfuehrung der Transaktion bei Verdacht
- § 261 StGB — Geldwaesche: Hintergrundtatbestand der Meldepflicht
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Zweck
Dieser Skill führt von Verdachtsprüfung bis Meldungsentwurf, ohne voreilig Schuldeingeständnisse zu erzeugen.
Wann verwenden
- wenn ein neues AML/KYC-, GwG-, Sanktions- oder Compliance-Thema aufgenommen wird
- wenn Kunden, wirtschaftlich Berechtigte, Transaktionen, Länder, Produkte oder Vertriebskanäle risikobasiert geprüft werden müssen
- wenn ein Alert, Treffer, Behördenkontakt, Verdachtsmoment, Pressefall oder Remediation-Projekt vorliegt
Arbeitsweise
- Rolle und Pflichtenkreis klären. Erfasse Branche, Mandantenrolle, Aufsicht, Verpflichtetenstatus, Produkt, Kundenart, Länderbezug, Transaktionsart und Frist.
- Daten sauber ziehen. Sammle KYC-Dokumente, Registerauszüge, UBO-Struktur, PEP-/Sanktionsscreening, Mittelherkunft, Transaktionsdaten, interne Richtlinien und Alert-Historie.
- Quellenstand protokollieren. Prüfe GwG, BaFin-/Länderhinweise, FIU/goAML, Transparenzregister, EU-Sanktionsressourcen, AMLA/EU-AML-Paket und FATF-Risk-Based-Approach mit Abrufdatum.