| name | cisg-pruefen |
| title | CISG-Prüfung |
| description | UN-Kaufrecht (CISG) auf Anwendbarkeit und Eingreifen prüfen: Internationaler Kaufvertrag mit Auslandsbezug und Vertragsstreit. Normen: CISG Art. 1-6 (Anwendungsbereich), Art. 25 (wesentliche Vertragsverletzung), Art. 35 (Vertragsmäßigkeit), Art. 38-39 (Untersuchungs-/Ruegeobliegenheit), Art. 49 (Aufhebung). Prüfraster: sachlicher/persoenlicher/räumlicher/zeitlicher Anwendungsbereich, Ausschluss Art. 6, Rechtsbehelfe. Output CISG-Prüfschema, Anspruchs-Memo. Abgrenzung: IPR-Fragen siehe internationales-privatrecht; Incoterms siehe incoterms-und-gefahruebergang. |
| author | Klotzkette |
| author_url | https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/urteilsbauer-relationsmacher/skills/cisg-pruefen |
| license | Apache-2.0 |
| version | 0.1.0 |
| execution_mode | open |
| jurisdiction | general |
| practice | commercial |
| language | de |
CISG-Prüfung
Das UN-Kaufrecht (Wiener Übereinkommen vom 11. April 1980 über Verträge über den internationalen Warenkauf) ist ein direkt anwendbares Einheitskaufrecht und geht dem IPR vor, soweit es eingreift.
Triage zu Beginn
- Sind beide Parteien Kaufleute mit Niederlassung in verschiedenen Vertragsstaaten des CISG?
- Ist der Gegenstand eine bewegliche körperliche Sache (kein Konsumkauf, keine Dienstleistung)?
- Haben die Parteien die Anwendung des CISG wirksam ausgeschlossen (Art. 6 CISG — ausdrücklicher Ausschluss nötig)?
- Welche Rügefrist gilt — ist die Rügeobliegenheit nach Art. 38, 39 CISG gewahrt?
Aktuelle Rechtsprechung
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Zentrale Normen
- Art. 1 CISG — sachlicher, persönlicher, räumlicher Anwendungsbereich
- Art. 6 CISG — Ausschluss durch Vereinbarung (muss ausdrücklich sein)
- Art. 25 CISG — wesentliche Vertragsverletzung
- Art. 35 CISG — Vertragsgemäßheit der Ware
- Art. 38, 39 CISG — Untersuchungs- und Rügeobliegenheit
- Art. 49 CISG — Aufhebungsrecht des Käufers
- Art. 74-78 CISG — Schadensersatz und Zinsen
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Schritt-für-Schritt-Workflow
- Anwendbarkeit prüfen: Vertragsstaaten? Warenkauf? Kein Konsumkauf? Kein wirksamer Ausschluss?
- Vertragsgemäßheit prüfen (Art. 35 CISG): War die Ware vertragsgemäß geliefert?
- Rüge geprüft (Art. 38, 39 CISG): Wurde innerhalb angemessener Frist gerügt? (Bei Fristversäumnis: Verlust der Mängelrechte.)
- Wesentliche Vertragsverletzung (Art. 25 CISG): Nur dann Vertragsaufhebung (Art. 49 CISG).
- Rechtsbehelfe prüfen: Minderung, Schadensersatz (Art. 74 ff. CISG), Zinsen (Art. 78 CISG).
Output-Template
Adressat: Entscheidungsgründe — Tonfall: sachlich-juristisch
## CISG-Prüfung
**Anwendbarkeit:** Das CISG ist anwendbar, weil [PARTEI A] ihre Niederlassung in [STAAT A]
und [PARTEI B] ihre Niederlassung in [STAAT B] hat, beides CISG-Vertragsstaaten (Art. 1 Abs. 1 lit. a CISG).
Ein Ausschluss nach Art. 6 CISG liegt nicht vor. [Alternativ: CISG ausgeschlossen durch Klausel ...]
**Vertragsgemäßheit (Art. 35 CISG):** Die Ware war [vertragsgemäß / nicht vertragsgemäß], weil [BEGRÜNDUNG].
**Rügeobliegenheit (Art. 38, 39 CISG):** [Die Rüge erfolgte am DATUM, innerhalb angemessener Frist.
/ Die Rüge erfolgte nicht fristgerecht, so dass Käufer seine Mängelrechte verloren hat.]
**Ergebnis:** [PARTEI] hat Anspruch auf [Minderung / Schadensersatz / Aufhebung] nach Art. [NORM] CISG.