Verwaltung von Produktmandats-Workspaces — Anlegen, Auflisten, Wechseln, Schließen oder Deaktivieren (auf Kanzleiebene). Lädt, wenn der Nutzer ein neues Mandat anlegen, zwischen Mandaten wechseln, ein Mandat abschließen oder den mandatsbezogenen Kontext trennen möchte, insbesondere bei mehreren parallelen Produktrechtsmandaten.
Standardmäßig ist der Prompt ausgewählt, der zuerst die Quelle prüft. Sie können zu einem direkten Befehl wechseln oder eine lokale Kopie herunterladen.
Quelldateien prüfen
Lesen Sie SKILL.md und alle von SkillsMP angezeigten Begleitdateien, bevor Sie sich für eine Installation entscheiden.
Mit Codex oder Claude installieren Kopieren Sie diesen Prompt, fügen Sie ihn in Codex, Claude oder einen anderen Assistant ein und lassen Sie die Skill-Seite prüfen und installieren.
Ein direkter Befehl überspringt den Prüf-Prompt. Prüfen Sie die Quelle, bevor Sie ihn ausführen.
Verwaltung von Produktmandats-Workspaces — Anlegen, Auflisten, Wechseln, Schließen oder Deaktivieren (auf Kanzleiebene). Lädt, wenn der Nutzer ein neues Mandat anlegen, zwischen Mandaten wechseln, ein Mandat abschließen oder den mandatsbezogenen Kontext trennen möchte, insbesondere bei mehreren parallelen Produktrechtsmandaten.
Anwälte und In-house-Juristen arbeiten gleichzeitig an mehreren Produkten, Mandaten und Vorgängen. Der Kontext eines Mandats darf nicht in ein anderes überlaufen — sowohl aus Mandatsgeheimnisgründen (§ 43a Abs. 2 BRAO, § 203 StGB) als auch zur sachlichen Trennung der Produktrechtsanalysen. Diese Skill ist die schlanke Dateiverwaltungsebene, die diese Trennung sicherstellt.
Standardmäßig deaktiviert. In-house-Juristen mit einem einzigen Unternehmenskontext benötigen diese Skill nicht — sie arbeiten ausschließlich auf Kanzlei-/Unternehmensebene. Mandats-Workspaces aktivieren sich beim Ersteinrichtungsinterview für externe Kanzleien (Einzel-, kleine und große Kanzleien) oder durch Bearbeitung von ## Mandats-Workspaces in der Kanzlei-CLAUDE.md. Wenn Aktiviert auf ✗ steht, erklärt der /mandat-workspace-Befehl den deaktivierten Zustand und empfiehlt /kaltstart-interview --redo für Nutzer, die tatsächlich Mandatsisolierung benötigen.
Die Skill lädt, wenn der Nutzer Mandate anlegen, wechseln, auflisten, schließen oder den Mandatskontext deaktivieren möchte.
Eingaben
Unterbefehl:neu, liste, wechsel, schließen oder keine — gefolgt von einem Slug, wo erforderlich
Slug: Kleinbuchstaben mit Bindestrichen (z. B. mustermann-gmbh-launch-2026, klindt-prüfung-q3)
Für neu: Mandantendaten aus dem Aufnahmeinterview (siehe Ablauf, Schritt 2)
Unterbefehle im Überblick:
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich neu <slug> — neuen Mandat-Workspace anlegen, Kurzinterview durchführen, mandat.md schreiben
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich liste — Mandate mit Status und aktivem Mandat auflisten
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich wechsel <slug> — aktives Mandat setzen
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich schließen <slug> — Mandat archivieren (nie löschen)
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich keine — Mandatskontext deaktivieren, nur auf Kanzleiebene arbeiten
Rechtlicher Rahmen
Mandatsgeheimnis und berufsrechtliche Grundlagen
§ 43a Abs. 2 BRAO: Verschwiegenheitspflicht des Rechtsanwalts als Kernpflicht des Berufsrechts; gilt für alle Mandatsinformationen ohne zeitliche Begrenzung
§ 2 BORA: Konkretisierung der Verschwiegenheitspflicht, Pflicht zur Einweisung von Mitarbeitern
§ 203 StGB: Verletzung von Privatgeheimnissen — strafrechtliche Sanktion bei unbefugter Weitergabe von Mandatsinformationen
§ 43a Abs. 4 BRAO: Interessenkollisionsverbot — Mandat-Workspace-Trennung unterstützt die Konfliktprüfung, ersetzt sie jedoch nicht
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Aufbewahrungspflichten
§ 50 BRAO: Aufbewahrungspflicht für Handakten — grundsätzlich 5 Jahre ab Ende des Mandats; Archivierung ist keine Löschung
§§ 257 HGB, 147 AO: Allgemeine Aufbewahrungsfristen für kaufmännische und steuerliche Unterlagen (6–10 Jahre)
Ablauf
Schritt 0: Aktivierungsstatus prüfen
CLAUDE.md der Kanzlei lesen und ## Mandats-Workspaces prüfen.
Wenn Aktiviert: ✗ → dem Nutzer mitteilen: "Mandats-Workspaces sind deaktiviert — Sie sind als In-house-Praxis mit einem einzigen Mandanten konfiguriert; das Plugin arbeitet automatisch auf Basis des Kanzleikontexts. Wenn Sie tatsächlich mandantenübergreifend tätig sind, führen Sie /produktrecht:produktrecht-kaltstart-interview --redo durch und wählen eine externe Kanzlei-Einstellung. Andernfalls benötigen Sie /mandat-workspace nicht."
Wenn Aktiviert: ✓ → weiter mit dem angegebenen Unterbefehl.
Schritt 1: Unterbefehl erkennen und ausführen
Auf das erste Argument (Unterbefehl) reagieren:
neu → Aufnahmeinterview durchführen, mandat.md anlegen
liste → alle mandate/*/mandat.md aufzählen und Tabelle ausgeben
wechsel → aktives Mandat in der CLAUDE.md aktualisieren
schließen → Mandat in _archiviert/ verschieben
keine → Aktives Mandat: auf keine — nur Kanzleikontext setzen
Schritt 2: Aufnahmeinterview (nur bei neu)
Prüfen, ob der Slug nicht bereits in mandate/<slug>/ oder mandate/_archiviert/<slug>/ vorhanden ist. Bei Wiederverwendung anderen Slug wählen lassen.
Interview durchführen:
Mandant (vertretene Partei oder interner Unternehmensbereich bei In-house)
Gegenseite / Beteiligte (andere Partei — können mehrere sein)
Mandatstyp (aus dem Kanzleiprofil; für Produktrecht: Produkt-Launch | Feature-Review | Marketingaussagen-Prüfung | Risikoanalyse | Produktbereich dauerhaft | Sonstiges)
Kernsachverhalt (2–5 Sätze: Worum geht es? Wer sind die Beteiligten? Was steht auf dem Spiel?)
Mandatsspezifische Abweichungen vom Standardprozess (z. B. "Mandant besteht auf 24 Monaten Haftungsbeschränkung statt 12", "Ton: partnerschaftlich — Gegenseite ist strategischer Partner")
mandate/<slug>/mandat.md mit der unten beschriebenen Vorlage anlegen.
mandate/<slug>/verlauf.md mit einem "Eröffnet"-Eintrag anlegen.
Leere mandate/<slug>/notizen.md anlegen.
Nicht automatisch wechseln. Fragen: "Möchten Sie jetzt zu <slug> wechseln? (/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich wechsel <slug>)"
Schritt 3: Liste ausgeben (nur bei liste)
Alle mandate/*/mandat.md einlesen. Kurze Titelzeile und Statusfelder extrahieren. Tabelle ausgeben:
Slug
Mandant
Mandatstyp
Status
Eröffnet
Aktiv
Aktives Mandat mit * markieren. Archivierte Mandate unter einer separaten Überschrift "Archiviert" aufführen.
Schritt 4: Mandat wechseln (nur bei wechsel)
Prüfen, ob mandate/<slug>/mandat.md existiert. Falls nicht, /produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich neu <slug> vorschlagen.
Die Zeile Aktives Mandat: in der Kanzlei-CLAUDE.md auf Aktives Mandat: <slug> aktualisieren.
Zusammenfassung aus mandat.md anzeigen, damit der Nutzer das richtige Mandat bestätigen kann.
Schritt 5: Mandat schließen (nur bei schließen)
Prüfen, ob mandate/<slug>/ existiert.
Einen "Geschlossen"-Eintrag mit dem heutigen Datum an mandate/<slug>/verlauf.md anhängen.
mandate/<slug>/ nach mandate/_archiviert/<slug>/ verschieben (§ 50 BRAO: Aufbewahrungspflicht beachten — nie löschen).
Wenn das geschlossene Mandat das aktive Mandat war: Aktives Mandat: auf keine — nur Kanzleikontext setzen.
Schritt 6: Mandatskontext deaktivieren (nur bei keine)
Aktives Mandat: in der Kanzlei-CLAUDE.md auf keine — nur Kanzleikontext setzen. Dem Nutzer bestätigen.
Aktuelle Rechtsprechung & Leitsätze
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
Ausgabeformat
mandat.md-Vorlage
# Mandat: [Mandant] — [Kurzbeschreibung]**Slug:** [slug]
**Eröffnet:** [JJJJ-MM-TT]
**Status:** aktiv
**Vertraulichkeit:** [standard / erhöht / Clean-Team]
---
## Parteien**Mandant:** [Name]
**Gegenseite / Beteiligte:** [Name(n)]
## Mandatstyp
[Produkt-Launch | Feature-Review | Marketingaussagen-Prüfung | Risikoanalyse | Produktbereich dauerhaft | Sonstiges — mit einzeiliger Begründung]
## Kernsachverhalt
[2–5 Sätze. Worum geht es? Wer sind die Beteiligten? Was steht auf dem Spiel? Was unterscheidet dieses Mandat vom Standardfall?]
## Mandatsspezifische Abweichungen*Jede Abweichung vom kanzleiweiten Standard, die nur für dieses Mandat gilt.*- [z. B. "Haftungsbeschränkung: Mandant besteht auf 24 Monaten statt Kanzleistandard 12 Monate."]
- [z. B. "Ton: partnerschaftlich — Gegenseite ist strategischer Partner."]
- [z. B. "Rechtsstand: österreichisches Recht statt deutschem."]
## Zusammenhängende Mandate- [Slug — einzeilige Begründung der Verbindung]
## Vertraulichkeitshinweise
[Bei erhöhter Vertraulichkeit oder Clean-Team: Begründung. Wer darf Mandatsdateien einsehen? Ist mandatsübergreifender Kontext auch bei globaler Aktivierung zulässig?]
verlauf.md-Starteintrag
# Verlauf: [Mandant] — [Kurzbeschreibung]
Anhängendes Ereignisprotokoll. Neuestes oben.
---
## [JJJJ-MM-TT] — Mandat eröffnet
Aufnahme abgeschlossen. Slug: `[slug]`. Status: aktiv.
[Anfangskontext, der über mandat.md hinausgeht — z. B. "Eröffnet auf Basis des eingehenden PRD-Entwurfs von [Gegenseite]."]
Beispiel
Sachverhalt: Kanzlei betreut drei Produktrechtsmandate gleichzeitig: Hersteller A (Maschinenlauf-Review), Hersteller B (Health-Claims-Prüfung Nahrungsergänzung), Unternehmen C (dauerhafter Produktrechtsberater).
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich neu hersteller-a-maschinen-2026
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich neu hersteller-b-health-claims
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich neu unternehmen-c-dauerberatung
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich liste
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich wechsel hersteller-a-maschinen-2026
Nach dem Wechsel zu hersteller-a-maschinen-2026 liest jede Skill ausschließlich die mandat.md dieses Mandats und schreibt Ausgaben in den zugehörigen Ordner. Kontextüberlauf auf hersteller-b-health-claims ist ausgeschlossen.
Risiken und typische Fehler
Mandatskontext-Überlauf: Werden Prüfvermerke für Mandant A mit Informationen aus Mandat B angereichert, liegt ein potenziellerVerstoß gegen § 43a Abs. 2 BRAO und § 203 StGB vor. Der Cross-Mandats-Kontext-Flag darf nur auf explizite Nutzeranfrage aktiviert werden.
Slug-Wiederverwendung: Ein neuer Slug acme-launch nach Archivierung von _archiviert/acme-launch erzeugt Verwirrung über welche Version aktiv ist. Die Skill prüft beide Pfade.
Zu frühe Mandatsschließung: Fristen nach § 50 BRAO (5 Jahre) dürfen nicht durch frühzeitiges Schließen ausgehebelt werden. Schließen archiviert; es löscht nie.
Vergessener Mandatswechsel: Wenn nach der Arbeit an Mandat A kein expliziter Wechsel erfolgt, arbeitet die nächste Skill weiter im Kontext von Mandat A. Regelmäßig /mandat-workspace liste aufrufen, um zu prüfen, welches Mandat aktiv ist.
Keine automatische Interessenkonfliktprüfung: Diese Skill kann keine Interessenkonflikte i. S. d. § 43a Abs. 4 BRAO feststellen. Das ist Aufgabe des Anwalts. Das Aufnahmeinterview erfasst, was der Nutzer erklärt — nicht was wirklich zutrifft.
Clean-Team-Mandate: Bei Clean-Team-Vertraulichkeit ist mandatsübergreifender Kontext auch bei globalem Ein nicht zulässig. Explizit in der mandat.md unter Vertraulichkeitshinweise vermerken.
Rechtsprechung: amtliche oder frei zugängliche Quellen; lizenzierte Datenbanken nur bei vorhandenem Zugang — BGH-Entscheidungen zum Mandatsgeheimnis und Interessenkonflikt in der Form BGH, Urt. v. TT.MM.JJJJ – Az., Fundstelle Rn. X
Quellen, die nur aus Modellwissen stammen, nicht als zitierfähige Fundstelle ausgeben. Pinpoint-Zitate nur verwenden, wenn Randnummer, Seite oder amtlicher Leitsatz aus der konkreten Quelle geprüft wurde.
Hinweis: Dieser Skill hält Produktmandate sauber getrennt und stärkt damit die anwaltliche Arbeitsorganisation; Interessenkonflikte bewertet weiterhin der verantwortliche Rechtsanwalt.