Standardmäßig ist der Prompt ausgewählt, der zuerst die Quelle prüft. Sie können zu einem direkten Befehl wechseln oder eine lokale Kopie herunterladen.
Quelldateien prüfen
Lesen Sie SKILL.md und alle von SkillsMP angezeigten Begleitdateien, bevor Sie sich für eine Installation entscheiden.
Mit Codex oder Claude installieren Kopieren Sie diesen Prompt, fügen Sie ihn in Codex, Claude oder einen anderen Assistant ein und lassen Sie die Skill-Seite prüfen und installieren.
Ein direkter Befehl überspringt den Prüf-Prompt. Prüfen Sie die Quelle, bevor Sie ihn ausführen.
Welche Behandlung — Diagnose, Therapie, Operation, Pflege — und welcher Behandler (Vertragsarzt, Krankenhausarzt, Pflegepersonal)? Datum, Klinik, behandelnde Personen?
Welche gesundheitlichen Folgen — Primärschaden, Folgeschäden, dauerhafte Beeinträchtigung, Tod?
Wurde die Behandlungsdokumentation angefordert (§ 630g BGB) und liegt sie vollständig vor?
Gibt es bereits ein MDK-Gutachten, ein Schlichtungsverfahren bei der Ärztekammer oder ein Privatgutachten?
Wann hat der Patient bzw. seine Erben Kenntnis vom möglichen Behandlungsfehler erlangt — Verjährungsbeginn § 199 Abs. 1 BGB?
Besteht Rechtsschutzversicherung — Deckungsanfrage für Arzthaftungsmandat?
Gibt es GKV — Regress-Interesse der Krankenkasse § 116 SGB X?
Liegt strafrechtlicher Aspekt vor (Körperverletzung § 229 StGB fahrlässig, Tötung § 222 StGB)?
Was will der Mandant wirklich erreichen? (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
§ 630a Abs. 2 BGB — Behandlung nach den zum Zeitpunkt der Behandlung bestehenden allgemein anerkannten fachlichen Standards; maßgeblich ist der sogenannte Standard zum Behandlungszeitpunkt (ex ante).
§ 630f BGB — Dokumentationspflicht: Abs. 1 sorgfältige Dokumentation in Patientenakte; Abs. 2 Dokumentation unverzüglich; Abs. 3 zehn Jahre Aufbewahrungspflicht.
§ 630g BGB — Einsichtsrecht in Patientenakte; vollständig und unverzüglich.
BGH 21.01.2025 — VI ZR 204/22 (VI. Zivilsenat): Beweislast für hypothetische Einwilligung nach § 630h Abs. 2 Satz 2 BGB liegt nicht beim Patienten, sondern beim Behandelnden; dieser hat darzulegen und zu beweisen, dass der Patient auch bei ordnungsgemäßer Aufklärung in die durchgeführte Behandlung eingewilligt hätte. Offene Fundstelle: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.01.2025&Aktenzeichen=VI+ZR+204/22
Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.
Konstellation
Empfohlener Weg
Standard — Behandlungsfehler Anspruch pruefen
Haftungspruefung und Klage; Template unten
Variante A — Mandant will aussergerichtliche Loesung
Sachverstaendigenbeauftragung vor Klage; Kostenrisiko beachten
Variante C — Versicherungsmandat der Gegenseite
Direktverhandlung mit Haftpflichtversicherer pruefen
Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
Schriftsatzbausteine
Anforderung Patientenakte § 630g BGB
An [Klinik / Arztpraxis]
Sehr geehrte Damen und Herren,
namens und in Vollmacht der Patientin / des Patienten
[Name, Geburtsdatum], behandelt bei Ihnen vom [Datum bis Datum],
fordern wir hiermit auf:
Innerhalb von 14 Tagen vollstaendig die Behandlungs-
dokumentation gemaess § 630g BGB zu uebersenden, insbesondere:
- Aufnahme- und Entlassungsberichte
- Operationsberichte mit Anaesthesieprotokoll
- Pflegedokumentation
- Befundberichte aller diagnostischen Massnahmen
- Bildgebung (Roentgen CT MRT) mit Originaldaten (DICOM)
- Laborwerte vollstaendig
- Medikationsplaene
- Aufklaerungsboegen
- Konsilberichte
- Ambulanz- und Notaufnahmeprotokolle
Die Unterlagen sind vollstaendig und in lesbarer Form als Kopie
zu uebermitteln. Die Kosten hierfuer werden gemaess § 630g
Abs. 2 Satz 2 BGB uebernommen (Kopierkosten angemessen).
Sollten Teile der Dokumentation fehlen, bitten wir um
schriftliche Auflistung der fehlenden Unterlagen und Begruendung
gemaess § 630g Abs. 2 Satz 1 BGB.
[Unterschrift, Vollmacht in Anlage]
Außergerichtliche Anspruchsanmeldung
An die [Haftpflichtversicherung / Haftpflichtstelle Klinik]
Schadensanmeldung — Behandlungsfehler / Aufklaerungsfehler
Unser Zeichen: [Az]
Ihr Zeichen: [Az]
I. Sachverhalt
Unsere Mandantin / unser Mandant [Name, Geburtsdatum] wurde
in Ihrer Einrichtung vom [Datum bis Datum] behandelt.
[Diagnose, Behandlungsanlass, Verlauf, Komplikation]
II. Behandlungsfehler
1. [Spezifischer Fehler]: Verstoss gegen medizinischen Standard
gemaess § 630a Abs. 2 BGB, naemlich [konkrete Handlung /
Unterlassung]. Massgeblicher Standard zum Behandlungs-
zeitpunkt ergibt sich aus [Leitlinie, Sachverstaendigen-
einschaetzung, Literatur].
2. Voll beherrschbares Risiko § 630h Abs. 1 BGB: [Hygiene-
mangel / Geraetedefekt] — Vermutung des Behandlungsfehlers.
3. Befunderhebungsfehler § 630h Abs. 5 Satz 2 BGB: Unterlassen
der Untersuchung [X]; ein positiver Befund war hinreichend
wahrscheinlich; Beweislastumkehr fuer Kausalitaet.
III. Schaeden
- Schmerzensgeld EUR ____ (Begr.: [Tabellen-Referenz])
- Heilbehandlungskosten EUR ____
- Verdienstausfall EUR ____ (Bescheinigung in Anlage)
- Haushaltsfuehrungsschaden EUR ____ / Monat
- Vermehrte Beduerfnisse § 843 BGB EUR ____ / Monat
- Beerdigungskosten § 844 Abs. 1 BGB EUR ____ (bei Tod)
- Unterhaltsschaden § 844 Abs. 2 BGB EUR ____ / Monat (bei Tod)
IV. Forderung
Wir fordern Anerkennung des Haftpflichtgrundes bis [Datum]
sowie Zahlung eines Vorschusses von EUR ____.
V. Verjaehrung
Zur Hemmung der Verjaehrung bitten wir um eine
Verjaehrungsverzichtserklaerung bis [Datum + 12 Monate].
Anlagen:
- Behandlungsdokumentation
- Privatgutachten / MDK-Gutachten (falls vorhanden)
- Aerzliche Atteste Folgeschaeden
- Vollmacht
[Unterschrift]
--- vor Versand klaeren ---
Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder Tabellenfundstellen aus Modellwissen; nur Nutzerquelle, amtliche/freie Quelle oder lizenzierte Live-Verifikation verwenden.
Verdienstausfall: netto-Verdienst × Monate; bei dauerhafter Berufsunfähigkeit Rentenkapitalisierung.
LG-Kosten bei 100.000 EUR: ca. 3.696 EUR Gerichtskosten.
RVG Anwalt: 1,3-fache VG + 1,2-fache TG; ca. 6.500 EUR netto bei 100.000 EUR.
Sachverständiger: 5.000–30.000 EUR; bei komplexen OP-Fehler bis 50.000 EUR.
Schlichtungsverfahren: kostenfrei für Patienten; 3–12 Monate Dauer.
Strategische Empfehlung
Situation
Empfehlung
Grobes Verschulden eindeutig
Klage direkt; Beweislastumkehr § 630h Abs. 5 als zentrales Argument
Literatur nur bei vom Nutzer bereitgestellter oder lizenziert live geprüfter Quelle; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzblindzitate.
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder Tabellenfundstellen aus Modellwissen; nur Nutzerquelle, amtliche/freie Quelle oder lizenzierte Live-Verifikation verwenden.