| name | changemanagement-digitalisierungsprojekt-ablauf |
| description | Erarbeitung eines Ablaufschemas fuer das Changemanagement bei Digitalisierungsprojekten in der Verwaltung. Methodik Stakeholderanalyse Kommunikationsplan Umgang mit Widerstaenden Wirkungskontrolle. Output ausformulierter Changemanagement-Fahrplan mit Phasen und Verantwortlichkeiten. |
Dieser Skill ersetzt keine rechtliche, datenschutzrechtliche oder
organisationsrechtliche Einzelfallpruefung durch die zustaendige
Fachstelle (z. B. Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte,
Organisationsreferat) und keine verbindliche Entscheidung der
zustaendigen Behoerde. Die Ausgabe ist eine Arbeitshilfe ohne Gewaehr. Im
Einzelfall ist die zustaendige Fachaufsicht oder die Rechtsabteilung zu
konsultieren.
Ablaufschema Changemanagement bei Digitalisierungsprojekten
Zweck / Anwendungsfall
Erarbeitung eines strukturierten Ablaufschemas, wenn eine Behoerde ein
Digitalisierungsprojekt (z. B. Einfuehrung einer neuen Fachanwendung,
Umstellung auf elektronische Aktenfuehrung, Einfuehrung von KI-gestuetzten
Arbeitshilfen) plant und dafuer ein begleitendes Changemanagement
benoetigt, das Stakeholder einbindet, Kommunikation plant und mit
Widerstaenden in der Mitarbeiterschaft umgeht.
Eingaben
- Art und Umfang des Digitalisierungsprojekts (Fachverfahren, Ablaufaenderung,
Organisationseinheit).
- Betroffene Organisationseinheiten und ungefaehre Anzahl betroffener
Mitarbeitender.
- Geplanter Zeithorizont der Einfuehrung (Pilotphase, Rollout, Regelbetrieb).
- Bekannte Vorbehalte oder fruehere Erfahrungen mit aehnlichen Projekten.
- Vorhandene Mitbestimmungsstrukturen (Personalrat/Betriebsrat,
Gleichstellungsbeauftragte, Schwerbehindertenvertretung).
Ablauf / Checkliste
- Sachverhalt aufbereiten: Projektziel, Ausgangslage und betroffene
Organisationseinheiten in eigenen Worten zusammenfassen.
- Stakeholderanalyse durchfuehren: Beteiligte nach Einfluss und Betroffenheit
einordnen (Projektleitung, Fuehrungskraefte, Beschaeftigte, Personalrat,
IT-Betrieb, ggf. externe Dienstleister).
- Mitbestimmungspflichten einordnen: pruefen, ob und in welchem Umfang der
Personalrat nach dem jeweils einschlaegigen Personalvertretungsrecht zu
beteiligen ist (als Pruefhinweis, keine abschliessende Rechtspruefung).
- Kommunikationsplan entwerfen: Botschaften, Kanaele (Intranet, Dienst-
besprechung, Newsletter) und Zeitpunkte je Zielgruppe festlegen.
- Umgang mit Widerstaenden planen: typische Bedenken (Arbeitsplatzsicherheit,
Mehraufwand, Kompetenzluecken) benennen und Massnahmen dagegen zuordnen
(z. B. Pilotgruppen, Multiplikatorenmodell, Feedbackschleifen).
- Schnittstelle zur Weiterbildung herstellen: Hinweis auf Skill
weiterbildung-kompetenzbedarf-analyse fuer die Qualifizierungsplanung.
- Wirkungskontrolle festlegen: Messgroessen fuer Akzeptanz und
Nutzungsgrad nach Einfuehrung definieren (z. B. Nutzungsstatistiken,
Kurzbefragungen).
- Ergebnis ausformulieren mit Phasenplan, Verantwortlichkeiten und
verbleibenden Risiken.
Quellenpflicht
Verbindlich: ../../../references/zitierweise-verwaltung.md. Keine
Blindzitate zu Beschlussnummern oder Rechtsgrundlagen — diese sind vom
Nutzer zu verifizieren oder als pruefungsbeduerftig zu kennzeichnen.
Ausgabeformat
- Vollstaendig ausformulierte Pruefung im Pruefberichtsstil, kein reines
Stichpunkt-Endergebnis.
- Stand-Datum angeben.
- Klar abgegrenztes Ergebnis am Ende ("Ergebnis: ...").
- Hinweis auf verbleibende Unsicherheiten.
Beispiele
Beispiel (fiktiv): Eine Kommunalverwaltung mit rund 80 Beschaeftigten im
Buergeramt fuehrt eine neue Fachanwendung fuer die elektronische
Aktenfuehrung ein. Die Stakeholderanalyse identifiziert die Amtsleitung,
die Sachbearbeitenden im Buergeramt, den Personalrat und den IT-Betrieb
als zentrale Beteiligte. Der Kommunikationsplan sieht eine Auftakt-
veranstaltung, woechentliche Kurzupdates im Intranet und eine
Feedbackrunde nach der Pilotphase vor. Bekannte Widerstaende (Sorge vor
Mehrarbeit waehrend der Umstellungsphase) werden durch eine
Uebergangsfrist mit Doppelpflege und ein Pat:innen-Modell adressiert.
Normen und Standards
- Einschlaegiges Personalvertretungsrecht (Bundes- oder Landes-
Personalvertretungsgesetz, je nach Trager) zur Mitbestimmung bei
technischen Ueberwachungseinrichtungen und Arbeitsablaufaenderungen
(Fundstelle vor Verwendung verifizieren).
- Interne Projektmanagement- und Changemanagement-Leitfaeden der Behoerde,
soweit vorhanden.
- IT-Planungsrat-Beschluesse zu Standards der Digitalisierung, soweit das
Projekt foederale Schnittstellen betrifft (Fundstelle vor Verwendung
verifizieren).