| name | wissensmanagement-community-aufbau |
| description | Anleitung zum Aufbau eines Wissensmanagement- bzw. Community-Formats wie Fachforum Erfahrungsaustausch oder Newsroom in der Verwaltung. Methodik Bedarfsklaerung Formatwahl Betriebsmodell Pflegeprozess. Output ausformuliertes Konzept mit Rollen und Startplan. |
Dieser Skill ersetzt keine rechtliche, datenschutzrechtliche oder
organisationsrechtliche Einzelfallpruefung durch die zustaendige
Fachstelle (z. B. Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte,
Organisationsreferat) und keine verbindliche Entscheidung der
zustaendigen Behoerde. Die Ausgabe ist eine Arbeitshilfe ohne Gewaehr. Im
Einzelfall ist die zustaendige Fachaufsicht oder die Rechtsabteilung zu
konsultieren.
Aufbau von Wissensmanagement- und Community-Formaten
Zweck / Anwendungsfall
Unterstuetzung beim Aufbau eines Wissensmanagement- oder
Community-Formats in der Verwaltung (z. B. Fachforum, regelmaessiger
Erfahrungsaustausch, interner Newsroom), mit dem Wissen zwischen
Organisationseinheiten, Standorten oder Laendern strukturiert geteilt
werden soll.
Eingaben
- Anlass und Ziel des Formats (z. B. Wissenstransfer bei Personalwechsel,
Vernetzung zu einem Fachthema, Begleitung eines Digitalisierungsprojekts).
- Zielgruppe und ungefaehre Teilnehmerzahl.
- Vorhandene technische Plattformen (Intranet, Kollaborationstools,
Wiki-Systeme), soweit bekannt.
- Verfuegbare personelle Ressourcen fuer Pflege und Moderation.
- Bestehende vergleichbare Formate in der eigenen oder anderen Behoerden.
Ablauf / Checkliste
- Sachverhalt aufbereiten: Ziel, Zielgruppe und organisatorischen Rahmen
des geplanten Formats zusammenfassen.
- Bedarf klaeren: welches Wissen soll geteilt werden, welches Problem
(z. B. Wissensverlust, Doppelarbeit, fehlende Vernetzung) soll geloest
werden.
- Format waehlen: passendes Format zuordnen (synchron: regelmaessiger
Erfahrungsaustausch/Community of Practice; asynchron: Fachforum, Wiki,
Newsroom) und Begruendung darlegen.
- Betriebsmodell entwerfen: Rollen festlegen (Moderation, Redaktion,
technischer Betrieb), Frequenz und Aufwand abschaetzen.
- Schnittstelle zu foederaler Zusammenarbeit pruefen: falls das Format
laenderuebergreifend angelegt ist, Hinweis auf Skill
laenderkooperation-projekt-aufsetzen fuer die Gremienfrage.
- Pflegeprozess definieren: wie werden Inhalte aktuell gehalten, wer
entscheidet ueber Archivierung veralteter Inhalte.
- Startplan entwerfen: Pilotphase, Auftaktveranstaltung, erste Inhalte,
Bewertung nach festgelegtem Zeitraum.
- Ergebnis ausformulieren mit Konzept, Rollen, Zeitplan und verbleibenden
Risiken (z. B. Moderationsaufwand, Akzeptanz).
Quellenpflicht
Verbindlich: ../../../references/zitierweise-verwaltung.md. Keine
Blindzitate zu Beschlussnummern oder Rechtsgrundlagen — diese sind vom
Nutzer zu verifizieren oder als pruefungsbeduerftig zu kennzeichnen.
Ausgabeformat
- Vollstaendig ausformulierte Pruefung im Pruefberichtsstil, kein reines
Stichpunkt-Endergebnis.
- Stand-Datum angeben.
- Klar abgegrenztes Ergebnis am Ende ("Ergebnis: ...").
- Hinweis auf verbleibende Unsicherheiten.
Beispiele
Beispiel (fiktiv): Mehrere Kommunen einer Region wollen ihr Wissen zur
Umsetzung eines neuen Online-Dienstes austauschen. Statt eines aufwendigen
Wikis wird ein monatlicher virtueller Erfahrungsaustausch (Community of
Practice) mit rotierender Moderation eingerichtet, ergaenzt durch ein
einfaches geteiltes Dokument mit haeufigen Fragen. Nach drei Monaten
Pilotphase wird die Teilnahmequote ausgewertet und ueber eine Verstetigung
entschieden.
Normen und Standards
- Interne Vorgaben zu Informationssicherheit und Klassifizierung von
Inhalten bei Nutzung von Kollaborationsplattformen (Fundstelle vor
Verwendung verifizieren, ggf. BSI-Grundschutz-Bausteine).
- Datenschutzrechtliche Vorgaben bei personenbezogenen Beitraegen in
Foren oder Communities (Fundstelle vor Verwendung verifizieren).
- Vorgaben des IT-Planungsrats zu gemeinsamen Wissensplattformen, soweit
laenderuebergreifend relevant (Fundstelle vor Verwendung verifizieren).