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konzerninsolvenz-koordination Mehrere Gesellschaften eines Konzerns sind insolvent und Koordination der Verfahren muss geplant werden. Prüfraster Konzerninsolvenz §§ 269a-269i InsO Konzern-Gerichtsstand § 3a InsO Gruppen-Folgeverfahren § 3d InsO. Konzernbegriff § 18 AktG verbundene Unternehmen § 15 AktG insolvenzrechtliche Unternehmensgruppe § 3e InsO. Konzern-Verwalter § 269e InsO Koordinations-Plan § 269h InsO EuInsVO Art. 56 ff. bei grenzüberschreitender Insolvenz. Output Koordinations-Strategie-Memo mit Zuständigkeitsprüfung und Verfahrensplan. Abgrenzung: anfechtungsrechte-prüfen für konzerninternen Zahlungsverkehr.
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determining-pl-request-regime Use when choosing the Polish legal regime for letters, requests, applications, complaints, petitions, public-information requests, KPA filings, PPSA complaints, RODO access requests, registry extracts, court-file access, tax/ZUS/cudzoziemcy/USC procedures, or professional lawyer letters. Prevents mixing UDIP, KPA, PPSA, RODO, registry, special-procedure, and advocate/radca letter regimes.
applying-new-york-convention Use when preparing applications for recognition and enforcement of foreign arbitral awards in Poland, applications for setting aside arbitral awards under KPC art. 1205–1211, or opposing such applications — mapping Article V of the 1958 New York Convention to art. 1214–1215 of the Polish KPC, identifying grounds for refusal, structuring public policy arguments
name konzerninsolvenz-koordination title Konzerninsolvenz — Koordination description Mehrere Gesellschaften eines Konzerns sind insolvent und Koordination der Verfahren muss geplant werden. Prüfraster Konzerninsolvenz §§ 269a-269i InsO Konzern-Gerichtsstand § 3a InsO Gruppen-Folgeverfahren § 3d InsO. Konzernbegriff § 18 AktG verbundene Unternehmen § 15 AktG insolvenzrechtliche Unternehmensgruppe § 3e InsO. Konzern-Verwalter § 269e InsO Koordinations-Plan § 269h InsO EuInsVO Art. 56 ff. bei grenzüberschreitender Insolvenz. Output Koordinations-Strategie-Memo mit Zuständigkeitsprüfung und Verfahrensplan. Abgrenzung: anfechtungsrechte-prüfen für konzerninternen Zahlungsverkehr. author Klotzkette author_url https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/insolvenzrecht/skills/konzerninsolvenz-koordination license Apache-2.0 version 0.1.0 execution_mode open jurisdiction de practice bankruptcy language de
Konzerninsolvenz — Koordination
Zweck
Bei Insolvenz mehrerer verbundener Unternehmen sind §§ 269a ff. InsO seit 21.4.2018 zentral. Dieses Skill bedient Koordinations-Strategien.
Eingaben
Konzern-Struktur (Mutter Tochter Beteiligungen)
Wirtschaftliche Lage jeder Gesellschaft
Verflechtungs-Tiefe (Geschäftsführer Verträge Liquidität)
Bisherige Insolvenzen / Anträge
Grenz-überschreitender Bezug (EuInsVO)
Gläubiger-Struktur (gemeinsam? separat?)
Schritt 1 — Anwendungsbereich
Konzernbegriff § 18 AktG (Anker)
Unterordnungs-Konzern § 18 Abs. 1 AktG — herrschendes und ein oder mehrere abhängige Unternehmen unter einheitlicher Leitung
Gleichordnungs-Konzern § 18 Abs. 2 AktG — rechtlich selbständige Unternehmen unter einheitlicher Leitung ohne Abhängigkeits-Verhältnis
Abhängigkeit § 17 AktG (Vermutung bei Mehrheits-Beteiligung)
Verbundene Unternehmen § 15 AktG (Oberbegriff: in Mehrheits-Besitz, abhängige/herrschende, Konzern-Unternehmen, wechselseitig beteiligte, Vertrags-Teile)
Konsolidierungs-Kreis § 290 HGB (rechnungs-legungs-rechtlich)
Mutter und Tochter mit beherrschender Stellung (Control-Konzept seit BilMoG 2009)
Mehrheitsbeteiligung über 50 Prozent
Stimmrechts-Mehrheit
Bestellrechts-Mehrheit Organe
Achtung: § 290 HGB ist Konsolidierungs-Norm, nicht Konzern-Definition — für Insolvenz-Konzern-Begriff primär § 18 AktG
Insolvenz-rechtlicher Konzern-Begriff
§ 3e InsO Legaldefinition Unternehmens-Gruppe (Mehrheit Schuldner + einheitliche Leitung + nicht-bloss übergehende wirtschaftliche Bedeutung)
Anlehnung an § 18 AktG — aber eigenständige Definition für InsO-Zwecke
Praktische Beispiele
AG mit Tochter-GmbH
GmbH mit Tochter-GmbH
Stiftung mit Tochter-Konstellationen
Familien-Konstellationen mit verschiedenen Gesellschaften
Schritt 2 — Konzern-Gerichtsstand § 3a InsO
Grundregel
Verantwortliches Gericht für Mutter-Gesellschaft
Anträge weiterer Konzern-Gesellschaften können dort gebündelt werden
Voraussetzung: gegenständliche und persönliche Verzahnung
Antrags-Voraussetzungen
des herrschenden Unternehmens
Antrag
Oder der Mehrheit der Schuldner-Gesellschaften
Bei wirtschaftlicher Verzahnung
Vorteil
Konsistente Verwalter-Wahl
Effiziente Verfahrens-Koordination
Vermeidung Konflikt-Konstellationen
Schritt 3 — Gruppen-Folgeverfahren § 3d InsO
Anwendung
Bei Antrag eines verbundenen Unternehmens
Folgeverfahren möglicher Konzern-Gesellschaften am gleichen Gericht
Auch wenn diese erst später Insolvenz anmelden
Antrag
Vor Eröffnung des zuerst eingeleiteten Verfahrens möglich
Eilig binnen weniger Tage
Bei Versäumnis kein Gerichtsstand-Bezug
Schritt 4 — Koordinations-Verfahren § 269d InsO
Antrag
Insolvenz-Verwalter mehrerer verbundener Gesellschaften
Schuldner in Eigenverwaltung
Gläubigerausschuss kann Antrag stellen
Gericht
Eines der beteiligten Insolvenz-Gerichte
Bei mehreren Optionen das zentrale (Mutter-Sitz)
Verfahren
Eröffnungs-Beschluss § 269e InsO
Bestellung Konzern-Verwalter
Konzern-Gläubigerausschuss
Koordinations-Plan
Schritt 5 — Konzern-Verwalter § 269e InsO
Funktion
Koordination der einzelnen Verwalter
Vorschläge zur Verfahrens-Optimierung
Mediator-Funktion bei Konflikten
KEINE Verwalter-Pflichten in einzelnen Verfahren
Anforderungen
Erfahrung Konzern-Sachen
Häufig Großkanzlei-Insolvenz-Recht
Sonderwissen Sanierungs-/Restrukturierung
Vergütung
Verteilung über Konzern-Gesellschaften
Nach Konzern-Verwalter-Vergütungs-Verordnung
Schritt 6 — Konzern-Gläubigerausschuss
Zusammensetzung
Vertreter Gläubiger der verschiedenen Gesellschaften
Banken Lieferanten Arbeitnehmer-Vertreter
Häufig sechs bis neun Personen
Aufgaben
Überwachung Konzern-Verwalter
Stellungnahme Koordinations-Plan
Schnittstelle zu einzelnen Gläubiger-Ausschüssen
Schritt 7 — Koordinations-Plan § 269h InsO
Inhalt
Sanierungs-Konzept für Konzern
Vermögensverteilung zwischen Gesellschaften
Distressed M&A koordiniert
Lieferketten intern
Mitarbeiter-Übergang § 613a BGB bei Übertragung
Abstimmung
Keine Abstimmung im klassischen Sinn wie Insolvenz-Plan — Koordinations-Plan ist kein Insolvenz-Plan iSd §§ 217 ff. InsO
Zustimmung der beteiligten Insolvenz-Verwalter / Schuldner in Eigenverwaltung erforderlich (§ 269h Abs. 1 InsO)
Pro Gesellschaft Zustimmung des jeweiligen Verwalters mit Pflicht zur Beachtung des Plans (§ 269i InsO)
Gläubigerausschuss kann Stellungnahme abgeben
Plan bindet nur die zustimmenden Beteiligten — kein Mehrheits-Zwang gegen ablehnende Verwalter
Bestätigung
Beschluss durch Koordinations-Gericht (§ 269f InsO) nach Anhörung der Beteiligten
Bindungs-Wirkung nur für Gesellschaften deren Verwalter zugestimmt haben
Schritt 8 — Wirtschaftliche Verflechtungen prüfen
Inter-Company-Forderungen
Mutter-Tochter-Darlehen Pflicht zur Inventur
Cash-Pooling mit Rückforderungs-Risiko
Treuhand-Konstellationen
Inter-Company-Sicherheiten
Bürgschaften zwischen Konzern-Gesellschaften
Pfandrechte
Patronatserklärungen § 311 BGB
Häufig anfechtungs-relevant bei Krise
Steuer-Verbund
Organschaft umsatzsteuerlich oder körperschaftsteuerlich
Bei Beendigung Insolvenz Auflösung
Steuerliche Folgen für überlebende Gesellschaften
Pension-Verbund
Konzern-Pension-Verpflichtungen
PSV-Bezug Insolvenzschutz
Eintritts-Pflicht PSVaG bei Insolvenz
Schritt 9 — Praktisches Vorgehen
Phase 1 — Diagnose
Konzern-Struktur dokumentieren
Wirtschaftliche Lage pro Gesellschaft
Verflechtungs-Analyse
Sanierungs-Optionen
Phase 2 — Strategische Entscheidung
Gleichzeitige Anträge aller Konzern-Gesellschaften?
Sukzessive Anträge mit Reihenfolge?
Eigenverwaltung Konzern-weit § 270 ff. InsO?
StaRUG für Mutter + Insolvenz für Tochter?
Phase 3 — Anträge
Antragstellung koordiniert am Konzern-Gericht
Eilanträge vor Vermögens-Verschiebungen
Vorläufiger Gläubigerausschuss § 22a InsO
Phase 4 — Koordination
Konzern-Verwalter vorschlagen
Verfahren synchronisieren
Sanierungs-/Verwertungs-Strategie
Phase 5 — Koordinations-Plan
Entwurf durch Konzern-Verwalter
Verhandlung mit Gläubigern
Abstimmung pro Gesellschaft
Bestätigung Gericht
Schritt 10 — Grenz-überschreitende Konzerninsolvenz EuInsVO
Anwendungsbereich
VO (EU) 2015/848 (EuInsVO neu)
Konzern mit Sitzen in mehreren Mitgliedstaaten
Art. 56 ff. EuInsVO Gruppen-Insolvenz
Mitgliedstaat-Koordination
Hauptverfahren im "Centre of Main Interests" (COMI)
Sekundärverfahren in anderen Mitgliedstaaten
Synthetische Sekundärverfahren Art. 36
Gruppen-Koordinations-Verfahren
Art. 61-77 EuInsVO
Antrag durch Insolvenz-Verwalter mehrerer Verfahren
Koordinator bestellt
Koordinations-Plan
Kooperations-Pflichten
Verwalter Pflicht zur Mit-Information
Auskunfts-Pflicht
Gemeinsame Sitzungen
Schritt 11 — Eigenverwaltung Konzern-weit
Voraussetzungen
Antrag jedes verbunden Unternehmens auf Eigenverwaltung § 270 InsO
Konzern-Sachwalter möglich (statt einzelner Sachwalter)
Konzern-Eigenverwaltung-Plan
Schutzschirm § 270d InsO
Mit Aussetzungs-Befugnis
Koordination zwischen Konzern-Gesellschaften
Pro-Gesellschaft Vorbereitung Insolvenz-Plan
Schritt 12 — Spezifische Verfahrens-Aspekte
Berichts-Termin
Bei Konzern-Verfahren oft konzern-koordiniert
Gemeinsamer Sanierungs-Bericht
Forderungs-Anmeldung
Pro Gesellschaft separate Anmeldung
Inter-Company-Forderungen besonders
Anfechtungs-Prüfung
Anteilseigner-Rechte
Mutter als Anteilseigner Tochter
Bei Tochter-Insolvenz Anteile als Insolvenz-Masse
Bei Mutter-Insolvenz Beteiligung an Tochter
Schritt 13 — Strategie nach Mandanten-Rolle
Konzern-Gesellschaft (Schuldner)
Frühe Beratung
Geschäftsführer-Pflichten § 15a InsO koordinieren
Antragstellung strategisch
Gläubiger einer Konzern-Gesellschaft
Forderungs-Anmeldung in alle relevanten Gesellschaften
Sicherheiten-Geltendmachung
Vergleichs-Bewertung
Insolvenz-Verwalter
Konzern-Verwalter-Bestellung erstreben
Koordinations-Plan entwickeln
Inter-Company-Anfechtungen prüfen
Käufer Distressed M&A
Carve-Out Konzern-Teile
Asset-Deal vs. Share-Deal
Erwerber-Garantien
Verzahnung mit anderen Skills
mandat-triage-insolvenzrecht — Einstieg
antragspflicht-15a-inso — Geschäftsführer-Pflichten
sanierungsmoderation-94-starug — Vor-Insolvenz-Sanierung
glaeubigerausschuss-mitwirkung — Konzern-Gläubigerausschuss
do-versicherung-manager-haftung — Geschäftsführer-Schutz
vorsatzanfechtung-133-inso — Inter-Company-Anfechtung
insolvenzgeld-165-sgb-iii — Arbeitnehmer-Schutz
Ausgabe
konzerninsolvenz-{az}.md mit Konzern-Struktur-Analyse Antrags-Strategie Koordinations-Plan
Konzern-Sanierungs-Konzept
Verflechtungs-Analyse
Inter-Company-Forderungs-Inventar
Antragsschriftsätze koordiniert
Frist im Fristenbuch (3-Wochen-Frist § 15a InsO pro Gesellschaft)
Quellen
InsO §§ 3a 3d 3e 15a 22a 269a-269i 270 270d
AktG §§ 15 17 18
HGB § 290
BGB § 613a
EuInsVO VO (EU) 2015/848 Art. 56-77
BGH IX. Senat zur Konzern-Anfechtung
Skauradszun Konzerninsolvenzrecht
Frind Konzerninsolvenz
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder Tabellenfundstellen aus Modellwissen; nur Nutzerquelle, amtliche/freie Quelle oder lizenzierte Live-Verifikation verwenden.
Weitere Leitentscheidungen — Konzerninsolvenz (Stand Mai 2026)
BGH IX ZR 239/22 vom 18.04.2024 — Verschärfung der Anforderungen an Anfechtung gesellschafterähnlicher Stellung (§ 135 InsO); relevant für konzerninterne Darlehen und Sicherheiten. https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.04.2024&Aktenzeichen=IX+ZR+239/22
BGH IX ZR 122/23 vom 05.12.2024 — Unlauterkeit bei Bargeschäft (§ 142 InsO) auch in Konzernverhältnissen einschlägig.
BGH IX ZR 127/24 vom 13.11.2025 (Wirecard) — Nachrangigkeit kapitalmarktrechtlicher Aktionärsschadensersatzansprüche in der Insolvenz der AG (Bedeutung für Konzernspitze als Holding-AG).
EuInsVO und konkrete EuGH-Entscheidungen zu COMI/Konzerninsolvenz vor Ausgabe über curia.europa.eu oder dejure.org verifizieren.
Quellenregel Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.