Referenz-Skill: gemeinsames Framework für arbeitsrechtliche interne Untersuchungen vom Eingang einer Beschwerde bis zum abschließenden Memo — vertrauliches Untersuchungsprotokoll, Dokumentenverarbeitung mit Relevanzprüfung, Quellendeckungs-Tracking, Abfragen gegen das Protokoll, Memo-Entwurf und Zielgruppen-Zusammenfassungen. Wird von /untersuchung-eroeffnen, /untersuchung-ergaenzen, /untersuchung-abfrage, /untersuchungs-memo und /untersuchungs-zusammenfassung geladen; nicht direkt aufzurufen.
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Referenz-Skill: gemeinsames Framework für arbeitsrechtliche interne Untersuchungen vom Eingang einer Beschwerde bis zum abschließenden Memo — vertrauliches Untersuchungsprotokoll, Dokumentenverarbeitung mit Relevanzprüfung, Quellendeckungs-Tracking, Abfragen gegen das Protokoll, Memo-Entwurf und Zielgruppen-Zusammenfassungen. Wird von /untersuchung-eroeffnen, /untersuchung-ergaenzen, /untersuchung-abfrage, /untersuchungs-memo und /untersuchungs-zusammenfassung geladen; nicht direkt aufzurufen.
Interne Untersuchungen scheitern auf zwei Wegen: fehlende Quellenabdeckung
(Erkenntnisquellen, die nie erhoben wurden) und fehlende Synthese (Erkenntnisse,
die erhoben wurden, aber nie verknüpft wurden). Diese Skill adressiert beide
Schwachstellen — sie verfolgt, was erhoben wurde und was nicht, verarbeitet
Dokumentenmassen zur Identifikation des Wesentlichen ohne den Anwalt zu
überwältigen, und führt ein strukturiertes Protokoll, das jederzeit zu einem
vertraulichen Memo verdichtet werden kann.
Vertraulichkeit und Datenschutz
Vertraulichkeit. Alle durch diese Skill erstellten Dateien — Protokolleinträge,
Memo-Entwürfe, Zielgruppen-Zusammenfassungen, Dokumentennotizen — teilen den
Vertraulichkeitsstatus der zugrundeliegenden Untersuchung. Eine Weitergabe über
den autorisierten Kreis hinaus (an nicht beteiligte Dritte, HR ohne ausreichende
Einschränkung, die Unternehmensseite ohne rechtliche Steuerung) kann den
Schutzcharakter der Unterlagen gefährden. Alle Dateien dort aufbewahren, wo
vertrauliche Unterlagen gelagert werden, und jede Weitergabe bewusst entscheiden.
§ 26 BDSG — Beschäftigtendatenschutz: Die Verarbeitung personenbezogener
Beschäftigtendaten im Rahmen interner Untersuchungen ist nur zulässig, wenn
sie zur Aufdeckung von Straftaten oder schwerwiegenden Pflichtverletzungen
erforderlich ist und das schutzwürdige Interesse der betroffenen Arbeitnehmer
nicht überwiegt. Verhältnismäßigkeit ist bei jedem Schritt zu prüfen.
Mitbestimmung § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Der Einsatz technischer
Überwachungseinrichtungen (z. B. E-Mail-Auswertung, IT-Forensik) unterliegt
dem Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats. Bevor Kommunikationsauswertungen
vorgenommen werden, ist die Zustimmung des Betriebsrats oder eine
Betriebsvereinbarung zur Unternehmensführung erforderlich.
Detektivkosten: Kosten für externe Ermittler sind nach der
BAG-Rechtsprechung nur unter engen Voraussetzungen als Schadensersatz
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Rechtlicher Rahmen
Kernvorschriften:
§ 26 BDSG: Datenverarbeitung für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses;
Verarbeitung zur Aufdeckung von Straftaten; Verhältnismäßigkeit
Art. 5, 6 DSGVO: Rechtmäßigkeit der Verarbeitung; berechtigtes Interesse
als Verarbeitungsgrundlage
§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Mitbestimmung bei technischen
Überwachungseinrichtungen
§ 32 BDSG a.F. / § 26 BDSG n.F.: Kontinuität der Rspr. zur
Beschäftigtendatenverarbeitung
§ 611a BGB: Arbeitnehmereigenschaft; Mitwirkungspflichten im
Arbeitsverhältnis
§ 241 Abs. 2 BGB: Nebenpflichten, insbesondere Auskunftspflicht des
Arbeitnehmers im Rahmen des Arbeitsverhältnisses
§§ 626, 314 BGB: Außerordentliche Kündigung bei schwerwiegenden
Pflichtverletzungen; Verdachtskündigung
Leitentscheidungen:
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Verdachtskündigung — Voraussetzungen: dringender Tatverdacht auf Basis
objektiver Umstände, Verhältnismäßigkeit, vorherige Anhörung des
Arbeitnehmers als zwingende Wirksamkeitsvoraussetzung
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Erstattungsfähigkeit von Detektivkosten — nur soweit konkrete Verdachtslage
bei Beauftragung bestand und Verhältnismäßigkeit gewahrt ist
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Verwertungsverbot rechtswidrig erlangter Erkenntnisse — heimliche
Videoüberwachung ohne Mitbestimmung des Betriebsrats; Beweisverwertungsverbot
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Anhörung vor Verdachtskündigung — inhaltliche Mindestanforderungen und
Fehlerfolgen bei fehlerhafter Anhörung
Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen zitieren. Literatur nur nutzen, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff sie verifiziert.
§ 626 BGB: Zwei-Wochen-Frist, Verdachtskündigung und Anhörung nur mit verifizierter BAG-Rechtsprechung oder Nutzerquelle vertiefen.
Beschäftigtendatenschutz: § 26 BDSG, Art. 5 und 6 DSGVO; Fachliteratur nur mit Nutzerquelle oder verifiziertem Live-Zugriff.
§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Mitbestimmung bei technischen Überwachungseinrichtungen; Rechtsprechung nur frei verifiziert zitieren.
Hinweisgeber: Vergeltung gegen geschützte Tätigkeit (§§ 34, 36 HinSchG)
Sonstiges: kurz beschreiben
Vertretung und Betriebsrat
Ist die beschuldigte Person, die beschwerdeführende Person oder ein
erwarteter Zeuge durch einen Betriebsrat vertreten oder durch Tarifvertrag
erfasst? (Wenn ja: Informationsrecht des Betriebsrats nach § 102 BetrVG
bei etwaiger Kündigung beachten; kein eigenständiges Teilnahmerecht an
Investigativgesprächen, aber § 82 Abs. 2 BetrVG: Arbeitnehmer darf
Betriebsratsmitglied zur Besprechung über Beschwerde hinzuziehen)
Ist die Gesellschaft ein öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber (Behörde,
Hochschule, Staatsunternehmen)? (Wenn ja: Besonderheiten des öffentlichen
Dienstrechts, ggf. Personalvertretungsgesetz statt BetrVG prüfen)
Wenn Betriebsratsteilnahme-Frage aufgeworfen wird: § 82 Abs. 2 BetrVG,
§ 84 BetrVG (Beschwerderecht), § 85 BetrVG (Behandlung von Beschwerden)
recherchieren, bevor Gespräche geführt werden.
Schritt 2 — Verzeichnis und Dateien anlegen
Erstelle folgende Dateien:
investigation-[slug]/log.yaml:
# VERTRAULICH — INTERNE UNTERSUCHUNG — [Datum]sache:"[Sachbezeichnung]"sache_slug:"[slug]"eroeffnet:"[ISO-Datum]"anwaltsgeleitet: [true/false]
vorwurf:"[Sachverhaltsdarstellung in eigenen Worten]"beschwerdefuehrer:"[Name/Funktion oder anonym]"beschuldigter:"[Name/Funktion]"tatverdachtszeitraum:"[ungefähre Daten]"untersuchungsart:"[HR/Finanzen/Fuehrungskraft/Hinweisgeber/Sonstiges]"status:offenzuletzt_aktualisiert:"[ISO-Datum]"fragen:-"[Frage 1 — aus dem Vorwurf abgeleitet, z. B. 'Liegt eine unzulässige
Benachteiligung nach § 3 AGG vor?']"-"[Frage 2 falls zutreffend]"eintraege: []
beweisluecken: []
investigation-[slug]/quellen-checkliste.yaml:
Wird aus der Untersuchungsart generiert — siehe Checklisten-Vorlagen unten.
Erstelle die passende Checkliste je nach Untersuchungsart und lege sie dem
Anwalt vor: "Passt diese Checkliste zu Ihrer Sache? Bitte melden Sie, welche
Punkte nicht anwendbar sind (werden als N/A markiert) und ob weitere
Quellen hinzukommen."
quellen:-id:1quelle:"Anhörung Beschwerdeführer/in"status:offennotizen:""-id:2quelle:"Anhörung Beschuldigte/r"status:offennotizen:""-id:3quelle:"Zeugenbefragungen — identifizieren aus Schilderungen beider Seiten"status:offennotizen:""-id:4quelle:"E-Mail-/Kommunikationsauswertung — Beteiligte, relevanter Zeitraum
(§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG beachten: Mitbestimmung Betriebsrat)"status:offennotizen:""-id:5quelle:"Personalakte Beschuldigte/r — Leistungsbeurteilungen, frühere
Beschwerden, Disziplinarmaßnahmen"status:offennotizen:""-id:6quelle:"Frühere Beschwerden gegen Beschuldigte/n im HR-System"status:offennotizen:""-id:7quelle:"Vergleichspersonenanalyse — wie wurden ähnliche Fälle behandelt"status:offennotizen:""-id:8quelle:"Einschlägige Richtlinien — AGG-Richtlinie, Verhaltenskodex,
Beschwerdeverfahren (Version zum Tatzeitpunkt)"status:offennotizen:""-id:9quelle:"Organigramm und Berichtslinien zum Tatzeitpunkt"status:offennotizen:""-id:10quelle:"Kalender / Terminvermerke — Besprechungen oder Ereignisse,
die in Schilderungen erwähnt wurden"status:offennotizen:""-id:11quelle:"Dokumentation der Anhörungshinweise (§ 82 Abs. 2 BetrVG /
Hinweis auf Recht zur Hinzuziehung eines BR-Mitglieds)"status:offennotizen:""
Finanzuntersuchung:
quellen:-id:1quelle:"Spesenabrechnungen — betroffene Person, relevanter Zeitraum"status:offennotizen:""-id:2quelle:"Genehmigungsunterlagen — wer hat Ausgaben oder Transaktionen
genehmigt"status:offennotizen:""-id:3quelle:"Lieferanten-/Auftragnehmerakte — Verträge, Rechnungen, Zahlungsbelege"status:offennotizen:""-id:4quelle:"Finanzsystem-Auswertungen — Kreditoren, Hauptbuch, relevante Konten"status:offennotizen:""-id:5quelle:"E-Mail-/Kommunikationsauswertung — betroffene Person, Genehmiger,
Gegenparteien (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG beachten)"status:offennotizen:""-id:6quelle:"Anhörung der betroffenen Person"status:offennotizen:""-id:7quelle:"Anhörung Genehmiger"status:offennotizen:""-id:8quelle:"Anhörung Lieferanten / Auftragnehmer (soweit zugänglich)"status:offennotizen:""-id:9quelle:"Audit-Logs — Systemzugriffe für relevante Konten/Systeme"status:offennotizen:""-id:10quelle:"Frühere Prüfungen oder Reviews für den relevanten Zeitraum"status:offennotizen:""
quellen:-id:1quelle:"Anhörung betroffene Führungskraft"status:offennotizen:""-id:2quelle:"Aufsichtsrats-/Gesellschafterbeschlüsse — relevante Resolutionen,
Protokolle, Genehmigungen"status:offennotizen:""-id:3quelle:"Anstellungsvertrag und Änderungen / Nachträge"status:offennotizen:""-id:4quelle:"Beteiligungsunterlagen — Optionen, Übertragungen, Unverfallbarkeit"status:offennotizen:""-id:5quelle:"Spesenabrechnungen und Genehmigungsunterlagen"status:offennotizen:""-id:6quelle:"E-Mail-/Kommunikationsauswertung — betroffene Person, relevante
Gegenparteien (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG beachten)"status:offennotizen:""-id:7quelle:"Interessenkonflikt-Erklärungen (oder Fehlen davon)"status:offennotizen:""-id:8quelle:"Unterlagen zu Nebentätigkeiten"status:offennotizen:""-id:9quelle:"Zeugenbefragungen — direkte Mitarbeiter, Kollegen, AR-Mitglieder"status:offennotizen:""-id:10quelle:"Frühere Beschwerden oder Hinweise auf betroffene Person"status:offennotizen:""
Hinweisgeberuntersuchung (HinSchG / Retaliation):
quellen:-id:1quelle:"Anhörung hinweisgebende Person"status:offennotizen:""-id:2quelle:"Ursprüngliche Meldung oder Hinweis — schriftlich, soweit vorhanden"status:offennotizen:""-id:3quelle:"Unterlagen zum gemeldeten Sachverhalt (der eigentliche Hinweis)"status:offennotizen:""-id:4quelle:"Unterlagen zu nachteiligen Maßnahmen gegenüber hinweisgebender
Person nach der Meldung (§§ 36, 37 HinSchG)"status:offennotizen:""-id:5quelle:"Anhörung Entscheidungsträger der nachteiligen Maßnahme"status:offennotizen:""-id:6quelle:"Vergleichspersonenanalyse — Behandlung vergleichbarer Personen
ohne Meldetätigkeit"status:offennotizen:""-id:7quelle:"E-Mail-/Kommunikationsauswertung — Entscheidungsträger,
relevanter Zeitraum"status:offennotizen:""-id:8quelle:"Zeitliche Nähe: Meldetätigkeit zu nachteiliger Maßnahme
(§ 36 Abs. 2 HinSchG: Beweislastumkehr)"status:offennotizen:""-id:9quelle:"Anhörung Beschuldigte/r / Entscheidungsträger"status:offennotizen:""
Modus 2: Daten hinzufügen
Ausgelöst durch /arbeitsrecht:untersuchung-ergänzen.
Schritt 1 — Sache identifizieren
Falls mehrere Untersuchungsordner existieren: Frage, zu welcher Sache die
Daten gehören. Bei nur einer Sache: direkt fortfahren.
Schritt 2 — Datenart identifizieren
Frage (sofern nicht aus dem Kontext klar):
Befragungsnotizen (von wem?)
Dokumentenpaket (E-Mails, Akten, Dateien)
Anwaltsnotizen oder Beobachtungen
Bestätigung eines Anhörungshinweises
§ 26 BDSG-Verhältnismäßigkeitsprüfung: Bei Dokumentenpaketen stets prüfen,
ob die Verarbeitung der enthaltenen Beschäftigtendaten zur Aufklärung des
Vorwurfs erforderlich und verhältnismäßig ist.
Schritt 3 — Auswahlkriterien für Dokumente
Für jedes Dokumentenpaket gelten folgende Auswahlkriterien. Ein Dokument
wird markiert, wenn es mindestens eines erfüllt. Die Kriterien sind bewusst
etwas weit gefasst — ein False Positive ist besser als ein übersehener
relevanter Fund.
Auswahlkriterien:
Enthält den Namen einer Untersuchungsbeteiligten (Beschwerdeführer/in,
Beschuldigte/r, benannte Zeugen)
Wurde von einer Beteiligten verfasst oder empfangen und datiert auf den
relevanten Tatzeitraum
Enthält Schlüsselwörter zum Vorwurfstyp (aus der Sachverhaltserfassung
und aus früheren Protokolleinträgen — Stichwortliste laufend ergänzen)
Enthält explizite oder implizite Selbstbelastungen (z. B. "das hätte ich
nicht tun sollen", "ich weiß, wie das aussieht", "schreib das nicht auf",
"lösch das")
Enthält Aussagen, die einem bereits protokollierten Zeugenbericht
widersprechen — Widerspruch und den betroffenen Protokolleintrag benennen
Enthält sprach- oder inhaltlich sensibles Material: diskriminierende
Ausdrücke, Drohungen, Bezugnahmen auf geschützte Merkmale (§ 1 AGG),
Unregelmäßigkeiten, die dem Vorwurfsmuster entsprechen
Ist ein Dokumententyp, der in früheren Schilderungen erwähnt, aber noch
nicht im Dokumentensatz aufgetaucht ist → als Beweislücke protokollieren,
nicht als Treffer
Disposition für jedes geprüfte Dokument:
relevant: erfüllt eines oder mehrere Auswahlkriterien — als Protokolleintrag hinzufügen
geprueft-nicht-relevant: geprüft, kein Auswahlkriterium erfüllt —
in dokumente-geprueft.yaml mit einem Satz beschreiben
Nach Bearbeitung eines Dokumentenpakets melden:
Dokumentenprüfung abgeschlossen.
Geprüft: [N] Dokumente
Relevant: [N]
Geprüft / nicht relevant: [N]
Neue Beweislücken: [N]
Relevante Dokumente:
[Liste mit einem Satz Beschreibung und dem Auswahlkriterium, das angesprungen ist]
Schritt 4 — Protokolleinträge schreiben
Für jeden relevanten Fund, Anhang an log.yaml:
-eintrag_id: [fortlaufend]
eintrag_typ: [befragung/dokument/anwaltsnotiz/beweislücke]
ereignis_datum:"[Datum des Ereignisses — nicht das Protokolldatum]"protokoll_datum:"[ISO-Datetime]"quelle:"[Name/Funktion der befragten Person oder Dokumentenbeschreibung]"quellen_typ: [beschwerdefuehrer/beschuldigter/zeuge/dokument/anwaltsnotiz]
fragen: ["[welcher Untersuchungsfrage/-n ist dieser Eintrag zuzuordnen]"]
bedeutung: [hoch/mittel/hintergrund]
zusammenfassung:"[was dieser Eintrag zum Erkenntnisstand beiträgt — 2–5 Sätze]"zitat:"[wörtliches Zitat wenn bedeutsam — sonst leer]"widerspricht_eintrag: [eintrag_idodernull]
bestaetigt_eintrag: [eintrag_idodernull]
glaubwuerdigkeitsnotiz:""auswahlkriterium:"[welches Kriterium hat angesprochen — für Dokumente]"vertraulich:arbeitsrechtlich-intern
Für Beweislücken:
-luecke_id: [fortlaufend]
beschreibung:"[welches Dokument/welche Quelle sollte existieren, fehlt aber]"identifiziert_aus:"[welcher Protokolleintrag oder Bericht hat darauf hingewiesen]"beschaffungsweg:"[wo es zu bekommen wäre]"prioritaet: [hoch/mittel/gering]
status:offen
Modus 3: Protokoll abfragen
Ausgelöst durch /arbeitsrecht:untersuchung-abfrage.
Gesamtes Protokoll lesen vor der Antwort. Antworttypen:
Sachverhaltsabfrage ("Was hat [Person] zu [Thema] gesagt?"):
Aus den Protokolleinträgen antworten, Eintrags-IDs zitieren. Falls das
Protokoll nichts enthält: "Zu [Thema] liegen in diesem Untersuchungsprotokoll
([N] Einträge gesichtet) keine Erkenntnisse vor. Dies sollte ggf. als
Beweislücke erfasst werden."
Widerspruchsabfrage ("Wo widersprechen sich die Schilderungen?"):
Alle widerspricht_eintrag-Verknüpfungen zeigen. Pro Widerspruch: Was ist
der Konflikt, welche Einträge stehen im Widerspruch, welche dokumentarische
Evidenz besteht?
Deckungsabfrage ("Was fehlt noch?" / "Wo haben wir Lücken?"):
quellen-checkliste.yaml und beweislücken im log.yaml auslesen. Melden:
Noch offene Checklistenpunkte
Protokollierte Beweislücken
Schilderungen, die auf bisher nicht erhobene Quellen hinweisen
Stärkeabfrage ("Was ist die stärkste Evidenz zu jeder Frage?"):
Für jede Untersuchungsfrage: höchstbewertete Protokolleinträge, dokumentarische
Bestätigungen und ungelöste Widersprüche — frageweise strukturiert.
Modus 4: Memo entwerfen oder aktualisieren
Ausgelöst durch /arbeitsrecht:untersuchungs-memo.
Erstmalige Erstellung
Gesamtes Protokoll lesen. Vor dem Entwurf prüfen (Warnung falls nicht erfüllt):
Mindestens ein Eintrag pro offener Untersuchungsfrage
Einträge für Beschwerdeführer/in und Beschuldigte/n vorhanden
Quellencheckliste geprüft (hochprioritäre offene Punkte flaggen)
Memo in folgender Struktur:
VERTRAULICH — INTERNE UNTERSUCHUNG — [Datum]
---
**VERMERK**
An: [Anwalt eintragen]
Von: [Anwalt eintragen]
Datum: [Datum]
Betr.: Interne Untersuchung — [Sachbezeichnung]
Stand: VORENTWURF
---
## Zusammenfassung
[2–3 Abschnitte: Vorwurf in eigenen Worten, Untersuchungsumfang und
Methodenüberblick, wesentliche Ergebnisse in Stichpunkten (Bestätigt /
Nicht bestätigt / Unklar), empfohlene Maßnahmen. Wird zuletzt geschrieben,
erscheint zuerst.]
---
## Hintergrund und Untersuchungsumfang**Auslöser:** [Was hat die Untersuchung ausgelöst]
**Untersuchte Vorwürfe:**
[Jede Frage aus dem Protokoll als nummerierter Vorwurf]
**Nicht Untersuchtes:** [Was ausdrücklich ausgeklammert wurde und warum]
**Zeitraum des vorgeworfenen Verhaltens:** [Daten]
**Untersuchungszeitraum:** [Datum Eröffnung] bis [aktuell oder Abschluss]
---
## Methodik**Durchgeführte Anhörungen:**
| Person | Funktion | Datum | Hinweise |
|---|---|---|---|
**Gesichtete Dokumente:**
[Zusammenfassung nach Dokumentenkategorien, Umfang, Zeitraum.
Vollständiges Dokumentenprotokoll separat geführt.]
**Sonstige Quellen:**
[Richtlinien, Personalakten, sonstige Quellen aus der Checkliste]
**Einschränkungen:** [Angeforderte aber nicht erhaltene Quellen, sonstige Grenzen]
---
## Sachverhaltliche Feststellungen*[Nach Fragen gegliedert — ein Abschnitt pro Vorwurf. Nicht nach Zeuge,
nicht rein chronologisch.]*### Frage 1: [Vorwurf]
[Narrative Darstellung der Erkenntnislage. Eintrags-IDs in Klammern zitieren.
Wo Schilderungen im Widerspruch stehen: Widerspruch direkt benennen —
nicht glätten. Dokumentarische Belege mit Zitaten wenn bedeutsam.]
---
## Glaubwürdigkeitsbewertung*[Eigenständiger Abschnitt. Nur Personen, deren Glaubwürdigkeit entscheidungserheblich
ist — d. h. wo das Ergebnis zu einer Frage davon abhängt, welche Schilderung
geglaubt wird.]*### [Name/Funktion]**Innere Konsistenz:** [Konsistent / Inkonsistent — konkrete Angaben]
**Bestätigung:** [Was an dokumentarischer oder sonstiger Evidenz stützt oder
erschüttert die Schilderung]
**Motiv:** [Anlass, die Schilderung zu kreditieren oder zu bezweifeln]
**Impression:** [Beobachtungen des Anwalts bei persönlicher Befragung —
sonst freilassen]
**Bewertung:** [Kreditieren / Nicht kreditieren / Teilweise kreditieren — mit Begründung]
---
## Einschlägige Regelungen
[Zum Tatzeitpunkt geltende Regelungen, die für die Fragen bedeutsam sind.
Version angeben. Keine nach dem Vorfall eingeführten Regelungen zitieren.]
---
## Ergebnisse
| Frage | Ergebnis | Grundlage |
|---|---|---|
| [Frage 1] | Bestätigt / Nicht bestätigt / Unklar | [Ein Satz] |
*Ergebnisse auf Basis des Beweismaßes der überwiegenden Wahrscheinlichkeit.*
---
## Empfehlungen**Disziplinarische Maßnahmen:** [Falls zutreffend — Grundlage, nicht nur Ergebnis]
**Regelungs- oder Prozessänderungen:** [Falls ein Regelungsdefizit beigetragen hat]
**Schulungen:** [Falls angezeigt]
**Weitere Untersuchung:** [Noch nicht abgeschlossene Stränge]
**Monitoring:** [Erforderliche Nachverfolgung]
---
## Anlage A: Chronologie
[Aus Protokolleinträgen nach ereignis_datum sortiert — nicht nach protokoll_datum.
Format: Datum | Zusammenfassung | Quelle (Eintrags-ID)]
## Anlage B: Gesichtete Dokumente
[Übersichtstabelle aus dokumente-geprueft.yaml]
Falls Memo bereits existiert — Aktualisierung
Memo und Protokoll lesen. Seit dem letzten Entwurf hinzugekommene Einträge
identifizieren.
Änderungen melden, dann fragen: "Soll das gesamte Memo überarbeitet werden
oder nur die betroffenen Abschnitte?"
Änderungen einarbeiten. Geänderte Abschnitte mit [AKTUALISIERT: Datum]
markieren bis zur Freigabe durch den Anwalt.
Modus 5: Zielgruppen-Zusammenfassung
Ausgelöst durch /arbeitsrecht:untersuchungs-zusammenfassung.
Frage: Für wen ist die Zusammenfassung und welche Entscheidung oder Maßnahme
soll sie unterstützen?
§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG (Mitbestimmung bei technischer Überwachung)
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Beschäftigtendatenschutz: § 26 BDSG, Art. 5 und 6 DSGVO; Fachliteratur nur mit Nutzerquelle oder verifiziertem Live-Zugriff.
§ 626 BGB: Zwei-Wochen-Frist, Verdachtskündigung und Anhörung nur mit verifizierter BAG-Rechtsprechung oder Nutzerquelle vertiefen.
Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.